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Jugendlicher verschwindet nach Handy‑Nachrichten – Stunden später tot

Kinderleiche im Bereich von Waldsee gefunden.
Kinderleiche im Bereich von Waldsee gefunden. ©Screenshot Google Maps; Polizei NRW
Ein 14-jähriger Bursche ist in Dormagen (NRW) tot aufgefunden worden. Spaziergänger entdeckten die Leiche des Jugendlichen am Mittwochabend am Ufer eines Waldsees.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts und prüft laut Medienberichten auch, ob der Jugendliche in eine Falle gelockt worden sein könnte.

Die Leiche wurde am Ufer des Waldsees entdeckt. ©Screenshot Google Maps

Mutter erhebt schweren Verdacht

Der Verstorbene lebte gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester in einer Flüchtlingsunterkunft in Delhoven. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll er kurz vor seinem Verschwinden hektisch auf seinem Handy getippt und dann die Unterkunft verlassen haben. Er habe seiner Mutter mitgeteilt, dass er zu einem Treffen mit seinem Schützenverein müsse – ein solches Treffen fand jedoch nicht statt.

Die Leiche des Jugendlichen wurde noch am selben Tag gegen 17 Uhr entdeckt. Sie wies laut Medieninformationen zahlreiche Verletzungen auf. Handy und mögliche Tatwaffe fehlten zunächst. Die Polizei sicherte am Fundort weiterhin Spuren. Eine Sprecherin erklärte, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Hinweise auf einen Suizid gab es demnach nicht.

Polizei ermittelt wegen Kapitalverbrechens

Am Donnerstag führte die Polizei am Fundort eine umfangreiche Spurensuche durch. Zudem nahm das Kriminalkommissariat 11 des Polizeipräsidiums Düsseldorf zahlreiche Befragungen und Vernehmungen von Zeugen vor. Die bisherigen Erkenntnisse deuten laut Behördenangaben auf ein Kapitalverbrechen hin. Ein Tatverdächtiger konnte bislang nicht ermittelt werden.

©Facxebook/Polizei NRW

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Stadt Dormagen haben daher jeweils eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt – für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung eines Tatverdächtigen führen.

Angehörige erinnern an den Verstorbenen

Freunde und Bekannte des Opfers legten am Eingang des Sees Blumen, Briefe und Stofftiere nieder. In den Abschiedsbriefen wird der 14-Jährige als lebensfroh und humorvoll beschrieben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

(VOL.AT)

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