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Kaum Arbeiter sichtbar – warum die A14-Baustelle trotzdem früher fertig sein könnte

Baumaschinen auf der Baustelle von Bregenz kommend.
Baumaschinen auf der Baustelle von Bregenz kommend. ©VOL.AT/Mayer
Absperrungen, Tempolimits – aber kaum Arbeiter zu sehen. Auf der A14 zwischen Dornbirn und Lauterach wirkt die Baustelle oft wie verlassen. Warum ist das so?

Wenig sichtbare Bautätigkeit

Der Eindruck beim Vorbeifahren: Es passiert wenig, ganze Abschnitte wirken verlassen. Doch das täuscht. "Es gibt keine Pausen auf der Baustelle", so Projektleiter Christian Hartmann auf VOL.AT-Anfrage.

Arbeiten finden am Mittelstreifen, bei der Mittelüberfahrt oder abschnittsweise statt. "Wenn man punktuell auf zwei Kilometern an einem Einlaufschacht arbeitet, dann sieht man nicht viele Leute", erklärt er. Anders sei das, wenn Lkw und Fertiger im Einsatz sind: "Dann meint man, es sei die Hölle los, logischerweise."

Viele Schritte laufen laut Hartmann parallel. Im Mittelstreifen wurden unter anderem "tausende Meter Randsteine gesetzt" sowie Schächte und Deckel erneuert. Diese Arbeiten seien für Autofahrer kaum sichtbar. "Die Vorarbeiten müssen alle fertig sein, um zu asphaltieren. Da gibt es halt dazwischen vielleicht das Gefühl, dass man meint, dass man nicht dran ist."

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So sieht die A14-Baustelle aktuell aus. ©VOL.AT/Mayer

Baustellen-Lokalaugenschein am Montag

Belagsarbeiten und Fräsen stehen an

Aktuell wird der Verkehr laufend umgestellt, während neue Abschnitte vorbereitet werden. "Richtung Innsbruck wird bis nächste Woche der Belag fertig eingebaut, parallel wird Richtung Deutschland gefräst", so Hartmann. Auch Leitschienen und Bodenmarkierungen folgen in den nächsten Wochen.

"Es ist eine lange Strecke. Es sind natürlich vier Spuren mit dem Pannenstreifen, den wir asphaltieren." Zusätzlich werden Entwässerungselemente angepasst und zahlreiche Einlaufschächte sowie Deckel erneuert.

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Die Fahrbahn wurde teils bereits erneuert. Arbeiter sieht man kaum. ©VOL.AT/Mayer

Warum nicht rund um die Uhr gearbeitet wird

Warum wird nicht wie in anderen Ländern verstärkt nachts gearbeitet? "Beim Pfändertunnel geht es leider nicht anders", sagt Hartmann. Einspuriger Verkehr am Tag habe dort nicht funktioniert, daher gebe es Sperren. Auf der Autobahn sei das nur teilweise möglich.

Zwei Spuren pro Richtung müssen offen bleiben. "Wenn man nur einspurig macht, kommt es zu Staus. Eine Spur würde gar nicht funktionieren." Schon mit zwei Spuren kam es zeitweise zu Rückstaus, etwa im Abend-, Ski- oder Rückreiseverkehr.

Auch personell gibt es Grenzen. "Da braucht man eine doppelte Mannschaft", sagt Hartmann. "Die Mannschaftskapazitäten haben die einheimischen Firmen nicht." Ein zusätzliches Team inklusive Bauleitung und Aufsicht wäre notwendig.

Dazu kommen Arbeitszeitregeln und Kosten. "Arbeitszeiten einhalten und Kosten natürlich auch", meint Christian Hartmann. Wenn ein Team nachts arbeite, müsse es tagsüber ruhen. Teilweise wird, etwa auch beim Ambertunnel, dennoch nachts gearbeitet.

Hartmann bei einem Baustellen-Lokalaugenschein. ©Mirjam Mayer

Baustelle wurde bereits beschleunigt

"Die Baustelle selbst wäre eigentlich bis Oktober gegangen", so Christian Hartmann. Weil bereits im Vorjahr zusätzliche Arbeiten erledigt wurden, könne man heuer früher fertig werden.

Da die ausführende Firma Kapazitäten dafür hatte, wurden etwa schon alle vier Brücken über die A14 saniert, statt nur wie geplant zwei. "Wir sind eigentlich im Zeitplan und sogar früher dran."

Ziel sei gewesen, vor den Sommerferien fertig zu werden. "Das halten wir auf jeden Fall ein. Wahrscheinlich sogar früher."

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Baumaschinen sieht man mehrere, allerdings kaum Arbeiter. ©VOL.AT/Mayer

Ende der Arbeiten rückt näher

Derzeit laufen die letzten Bauphasen. Planmäßig könnten die Arbeiten bereits Ende Juni abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten sind mit anderen Projekten abgestimmt, etwa mit den Nachtarbeiten im Pfändertunnel, die im Juli pausieren.

Für Pendler bedeutet das: Auch wenn die Baustelle oft leer wirkt, wird durchgehend gearbeitet. "Es ist nicht so, dass wir nicht dran sind." Hartmann spricht bereits von den "letzten Phasen". "Bis nächste Woche sieht man sicher einiges oder noch mehr."

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Einzelne Arbeiten werden auf Abschnitten durchgeführt. ©VOL.AT/Mayer

Auch Asfinag-Projektleiter Klaus Oberhauser kam beim VOL.AT-Lokalaugenschein bei der Baustelle Nenzing bereits auf das Thema der Arbeitszeiten zu sprechen:

(VOL.AT)

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