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Kerosin-Krise: Was Vorarlbergern für ihren Sommerurlaub drohen könnte

©Sommerurlaub Türkei
Die Kerosin-Krise, hervorgerufen durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, könnte die Flugpreise für Vorarlberger Urlauber drastisch erhöhen und das Flugangebot verringern, mit möglichen Streichungen von Direktflügen und einer Unsicherheit über Flugausfälle.

Der Sommerurlaub ist gebucht, der Flug ab Zürich oder München steht. In all der Vorfreude auf eine unbeschwerte Zeit, macht sich nun aber Unruhe aufgrund einer Kerosin-Krise breit. Ausgelöst durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten könnte Flugbenzin in Europa knapp werden. Noch ist vieles unklar. Sicher ist nur: Für Reisende aus Vorarlberg könnte die Situation spürbare Folgen haben.

Teurer fliegen – und das kurzfristig

Am wahrscheinlichsten trifft Urlauber die Krise beim Preis. Seit Beginn des Iran-Konflikts haben sich die Kerosinkosten teils drastisch erhöht. Das werden Vorarlberger Urlauber alsbald am Preis der Flugtickets merken. Wer seinen Sommerurlaub noch nicht gebucht hat, muss laut Experten damit rechnen, deutlich mehr zu bezahlen. Besonders kurzfristige Buchungen könnten teuer werden, weil Airlines steigende Treibstoffkosten direkt weitergeben.

©Beate Rhomberg pauschal

Weniger Flüge, weniger Auswahl

Noch gravierender könnte sich der Mangel zudem auch auf das Angebot auswirken. Branchenvertreter warnen davor, dass Airlines ihr Flugprogramm ausdünnen oder Verbindungen ganz streichen. Erste Maßnahmen in diese Richtung laufen bereits: Fluggesellschaften nehmen ältere Maschinen aus dem Betrieb oder streichen einzelne Strecken. Insbesondere Direktverbindungen werden dadurch weniger und teurer. Flugreisende müssen daher mit Umstiegszeiten rechnen - nicht zuletzt wegen des dünneren Flugplans. Besonders betroffen sein könnten laut Experten Langstreckenflüge wie etwa nach Südostasien.

Kerosin könnte bald knapp werden. © APA/ROBERT JAEGER

Flugstreichungen nicht ausgeschlossen

Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, sind auch Flugausfälle nicht ausgeschlossen. Die Internationale Energieagentur warnt vor möglichen Engpässen bereits in den kommenden Wochen. Im Falle des Ausfalls ist nicht klar, dass die Fluggesellschaften für etwaige Ausfälle aufkommen müssen. Sollte Kerosinmangel als „außergewöhnlicher Umstand“ gelten, könnten Airlines von Entschädigungen befreit werden. Heißt konkret: Selbst bei Flugausfällen gäbe es unter Umständen kein Geld zurück – zumindest keine zusätzlichen Ausgleichszahlungen. Es empfiehlt sich daher insbesondere diesen Sommer eine Reiseversicherung abzuschließen, die solche Ausfälle im Ernstfall abfedert.

Mit dem Flieger ans Meer könnte eine Frage des Geldbeutels werden. © APA/dpa/Jens Büttner

Zusammenbruch des Flugverkehrs unwahrscheinlich

Ein flächendeckender Zusammenbruch des Flugverkehrs ist derzeit laut Experten jedoch unwahrscheinlich. Doch die Kerosin-Krise könnte den Sommerurlaub für viele Vorarlberger komplizierter und teurer machen.

(VOL.AT)

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