"Mir wurde schon ein bisschen anders": Kind in Ludesch nach Schlangenbiss im Krankenhaus
Nathalie Rauter aus Ludesch hielt die Beschwerden ihres Sohnes zunächst für die Folge eines harmlosen Stichs. Nachdem sich der Zustand des Buben jedoch zunehmend verschlechterte, suchte die Familie medizinische Hilfe auf. Wenig später musste der Junge zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht werden. Im Videointerview spricht die dreifache Mutter über die Schrecksekunden vom vergangenen Wochenende.
Bein wurde immer dicker
"Mein Sohn ist heimgerannt und hat gesagt, irgendwas hätte ihn erwischt, es fühlt sich an wie ein Bienenstich", erzählt Nathalie Rauter im Gespräch mit VOL.AT. Ihr Sohn hatte am Freitagnachmittag gemeinsam mit einem Freund in einem Feld hinter dem Wohnhaus gespielt. Am Bein des Kindes seien tatsächlich Einstichstellen zu sehen gewesen. "Ich habe mir ehrlich gesagt nichts weiter dabei gedacht, weil es könnte alles sein." Doch die Beschwerden wurden zunehmend stärker. Der Bub klagte über Schwindel und Kopfschmerzen, außerdem schwoll sein Fuß immer weiter an. Die Familie suchte daraufhin den Notdienst auf.
Verdacht auf Schlangenbiss
Beim Notdienst wurde erstmals der Verdacht geäußert, dass hinter den Beschwerden mehr stecken könnte. Weil befürchtet wurde, dass die Schwellung weitere Probleme verursachen könnte, wurde der Junge zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht. "Es ist der Krankenwagen gekommen, hat ihn mitgenommen", erzählt Rauter. Im Krankenhaus hätten die Ärzte den Fall schließlich gemeinsam mit der Vergiftungszentrale abgeklärt.
Nach mehreren Untersuchungen bestätigte sich schließlich der Verdacht: Der Bub war von einer Giftschlange gebissen worden.
"Als ich gehört habe, es könnte eine Schlange sein, ist mir dann schon ein bisschen anders geworden", erinnert sich die dreifache Mutter. Zuvor habe sie keinen entsprechenden Verdacht gehabt. "Wie gesagt, gar keinen Verdacht." Laut den behandelnden Ärzten dürfte es sich um eine junge Schlange gehandelt haben. "Er hat auch Glück gehabt, weil es laut dem Spital eine junge Schlange, eine Babyschlange gewesen sein muss und dadurch ist nicht allzu viel passiert."
Erholung verläuft gut
Mittlerweile gehe es ihrem Sohn wieder deutlich besser. Die Folgen des Bisses seien zwar noch sichtbar, insgesamt verlaufe die Heilung aber positiv. "Man sieht es noch, es ist immer noch geschwollen, es ist immer noch blau, es juckt ihn und es heilt, aber es ist eigentlich ganz gut."
Rauter meldete den Vorfall inzwischen auch der Gemeinde und sprach in den sozialen Medien darüber. Damit möchte sie andere Familien sensibilisieren.
Vor allem Kinder sollten darauf aufmerksam gemacht werden, in Wiesen und hohem Gras vorsichtig zu sein. "Vielleicht Schuhe anziehen", rät die Mutter. Auch Hundebesitzer sollten aufmerksam sein, da in dem Gebiet regelmäßig Spaziergänger unterwegs seien. Ihr Wunsch: "Sich absprechen unter den Vorarlberger Mamas, vorsichtig sein und sich gegenseitig warnen."
(VOL.AT)