Kinderzahnpasta im Test: Drei von zwölf zu empfehlen

Laut einem Test sind nur drei von zwölf Zahnpasten für Kinder empfehlenswert.
Laut einem Test sind nur drei von zwölf Zahnpasten für Kinder empfehlenswert. ©pixabay.com
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zwölf Kinderzahnpasten getestet. Mit schockierendem Ergebnis: Nur drei der zwölf Kinderzahnpasten konnten den Test bestehen und sind empfehlenswert.

Gute Kinderzahnpasta ist rar, konstatiert der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einem Test von zwölf Produkten. Nur drei davon seien wirklich empfehlenswert. Gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest ließen die Konsumentenschützer sieben Zahnpasten für Kinder durchfallen, weil sie keine Kariesprophylaxe bieten würden. "Sie enthalten entweder zu wenig oder gar kein Fluorid", so die Tester.

Nur drei von zwölf getesteten Kinderzahnpasten empfehlenswert

Fünf Zahnpasten für Kinder schützen zwar sehr gut vor Karies, doch zwei davon enthalten Titandioxid. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft die Substanz nicht mehr als sicher ein, ab August ist E 171 als Zusatzstoff in Lebensmitteln verboten. In Kosmetika allerdings ist es als Farbstoff mit dem Code CI 77891 weiter erlaubt. "Vorsichtshalber raten wir von Pasten mit dem Pigment ab. Produkte für Kleine bewerten wir dabei strenger als jene für ältere Kinder und Erwachsene, weil sie Zahnpasta eher verschlucken", argumentieren die Verbraucherschützer nach dem Test.

Kinderzahnpasta enthielt laut Test oft zu wenig Fluorid gegen Karies

Eine wesentliche Voraussetzung zur Vorbeugung von Karies sei, dass die Zahnpasta eine ausreichende Menge Fluorid enthalte. Lautete die Empfehlung von Fachgesellschaften für Produkte, die für Kinder von null bis sechs Jahren ausgelobt sind, früher auf 500 ppm (Englisch für parts per million, Teile pro Million) Fluorid, so sind es jetzt einheitlich 1.000 ppm. Bis zu den Herstellern scheine sich das nicht herumgesprochen zu haben.

Nur drei der Zahnpasten für Kinder sind laut Test empfehlenswert

Von den Kinderzahnpasten im Test uneingeschränkt empfehlenswert seien neben dem Sieger von Elmex noch die Zahnpasten von Mentadent und Oral-B. (Letztere wird nicht mehr produziert, ist aber noch teilweise im Handel erhältlich.) Zwei Erzeugnisse mit sehr guter Kariesprophylaxe erhielten aufgrund des Titandioxidzusatzes nur eine durchschnittliche Gesamtnote. In weiteren drei Pasten sei zu wenig Fluorid enthalten, nämlich nur die Hälfte der empfohlenen Menge. Dafür gab es genauso "nicht zufriedenstellend", als wäre gar kein Fluorid enthalten. Das war bei vier Anbietern der Fall. Dazu gehört auch ein Produkt mit Hydroxylapatit, laut Tubenaufschrift ein "der Natur nachgebildeter Inhaltsstoff", dessen Wirksamkeit aber noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt sei, so die Tester.

(APA/Red)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • ADMIN AT
  • Gesundheit
  • Kinderzahnpasta im Test: Drei von zwölf zu empfehlen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen