Knapp 1.000 Einsätze: Einsatzreiches Jahr für die Vorarlberger Wasserrettung
Historischer Höchststand beim Nachwuchs
Die Wasserrettung Vorarlberg wächst – und das so stark wie noch nie. 285 Jugendliche engagieren sich aktuell in der Organisation, ein neuer Rekord. "Dieser starke Zuwachs bestätigt unsere konsequente Nachwuchsarbeit und ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft unserer Einsatzorganisation", sagt Landesleiter Daniel Plaichner.
Gerade in einem Bundesland mit zahlreichen Seen und Gewässern ist gut ausgebildeter Nachwuchs kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die steigenden Zahlen zeigen: Das Interesse junger Menschen an ehrenamtlichem Engagement ist ungebrochen.
Ausbildung als Rückgrat der Sicherheit
Parallel zum Mitgliederplus wurde auch im Ausbildungsbereich eine neue Bestmarke erreicht. Insgesamt 3.137 Ausbildungen wurden im Jahr 2025 durchgeführt. Besonders gefragt waren Schwimmkurse, Erste-Hilfe-Schulungen und Rettungsschwimmkurse.
Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Die Anforderungen an Einsatzkräfte steigen, ebenso das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung. Eine fundierte Ausbildung bleibt daher das zentrale Fundament für Einsätze im und am Wasser.
Fast 1.000 Einsätze im Jahr
Auch operativ war die Wasserrettung stark gefordert. 974 Einsätze wurden im vergangenen Jahr gezählt – ein konstant hohes Niveau. Getragen wurde diese Leistung von rund 1.200 Mitgliedern, die gemeinsam knapp 70.000 ehrenamtliche Stunden leisteten.
Zu den herausfordernden Einsätzen zählte unter anderem ein aufwendiger Taucheinsatz im Kops-Stausee. Gleichzeitig sorgten Vorarlberger Rettungsschwimmer auch international für Erfolge.
Blick nach vorne: Technik und Jugend im Fokus
Für die kommenden Jahre setzt die Organisation klare Schwerpunkte: Investitionen in moderne Einsatztechnik, der Ausbau der First-Responder-Strukturen sowie eine weitere Stärkung der Jugendarbeit.
"Mit einem so starken Nachwuchs und einer hervorragend ausgebildeten Mannschaft sind wir bestens für die kommenden Herausforderungen gerüstet", betont Plaichner.
Breite Unterstützung bei Jahreshauptversammlung
Bei der Jahreshauptversammlung am 22. April waren zahlreiche Ehrengäste anwesend, darunter Landesrat Christian Gantner, Bezirkshauptmann Gernot Längle, Landesrettungsfonds-Geschäftsführer Walter Tauber sowie Bregenzer Stadtrat Reinhold Einwallner. Auch Vertreter von Polizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzorganisationen nahmen teil.
Auszeichnungen für besonderes Engagement
Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Mitglieder für ihre Leistungen geehrt:
- Johannes Hartl erhielt das Ehrenkreuz in Bronze des Landesverbandes Vorarlberg
- Manuel Winkel wurde mit dem Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet
- Gerhard Mathis bekam das Ehrenzeichen in Bronze der ÖWR-Bundesleitung
- Philipp Stadler wurde mit dem Ehrenzeichen in Gold der ÖWR-Bundesleitung geehrt
Ein deutliches Zeichen dafür, dass hinter den beeindruckenden Zahlen vor allem eines steht: Menschen, die sich mit großem Einsatz für die Sicherheit anderer engagieren.
(VOL.AT)