Kommen die Einheimischentarife zurück?
Dies geht aus den Ratschlussfolgerungen zur Consumer Agenda 2030 hervor, die am Freitag publiziert wurden und den Weg für Einheimischentarife ebnen könnten.
Tittler sieht Fortschritt
Vorarlbergs Wirtschaftslandesrat Marco Tittler wertet die Entscheidung als bedeutsames Zeichen dafür, dass die EU die Lage tourismusintensiver Gebiete nun gezielt in den Fokus rückt, berichtet der ORF. Die Anerkennung dieser speziellen Problematik durch die Europäische Union stelle einen bedeutenden Fortschritt dar. Es seien praktische und gerechte Ansätze erforderlich, um Einheimischentarife zu ermöglichen und die ansässige Bevölkerung zu unterstützen.
Infrastruktur unter Dauerdruck
In stark besuchten Feriengebieten geraten Infrastrukturen, Freizeiteinrichtungen und öffentliche Dienste während der Hochsaison unter enormen Belastungsdruck. Dabei sind es die Ortsansässigen, die diese Infrastruktur das ganze Jahr über mitfinanzieren müssen, erklärt Tittler weiter.
Differenzierte Bewertung notwendig
Eine nuancierte Betrachtungsweise bei der Überprüfung der Geoblocking-Verordnung sei daher von entscheidender Bedeutung. Dadurch werde erstmalig auf EU-Ebene gewürdigt, dass saisonabhängige Tourismusgebiete besonderen strukturellen Bedingungen unterliegen und spezielle Ansätze benötigen.
Etappensieg für Einheimischentarife
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner bezeichnet dies als Teilsieg auf dem Pfad zu Einheimischentarifen. Erfolgreicher Fremdenverkehr benötige gesellschaftliche Akzeptanz, und diese entstehe nur dann, wenn die örtliche Bevölkerung von der touristischen Infrastruktur Nutzen ziehe.
Positive Reaktion der Seilbahnbranche
Der Seilbahn-Fachverband der Wirtschaftskammer Österreich zeigt sich ebenfalls erfreut über den Ratsbeschluss. Dieser schaffe erstmals politischen Handlungsspielraum, um rechtskonforme Ansätze für Einheimischentarife zu untersuchen. Die aktuelle Geoblocking-Verordnung verbietet unterschiedliche Preisgestaltung basierend auf dem Wohnort.
(VOL.AT)