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Krankenhaus spart zwölf Millionen Euro durch kleinere Portionen

Vorarlbergs Spitäler unter Spardruck: KHBG kürzt weiter.
Vorarlbergs Spitäler unter Spardruck: KHBG kürzt weiter. ©KHBG, VOL.AT/Steurer
Die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft führt umfassende Sparmaßnahmen ein, um zwölf Millionen Euro zusätzlich einzusparen.

Finanzielle Herausforderungen für die KHBG (Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft). Land und Gemeinden stehen unter Spardruck, was sich direkt auf die von ihnen mitfinanzierte Krankenhausbetriebsgesellschaft auswirkt.

Weniger Suppe, gleiche Einlage

Geschäftsführer Gerald Fleisch betont gegenüber dem ORF die Verpflichtung zur Wirtschaftlichkeit und erklärt, dass jeder eingesparte Euro wertvoll sei. Kleinere Einsparungen bei Patientenversorgung. Eine konkrete Maßnahme betrifft die Verkleinerung der Suppenportionen um ein Drittel, wobei die Einlagen wie Flädle oder Knödel in gewohnter Menge erhalten bleiben.

Fleisch begründet dies mit nachhaltigem Umgang mit Lebensmitteln und Abfallreduktion, nicht primär mit Kosteneinsparung

Änderungen in Mitarbeiterkantinen

Bei der Verpflegung der Belegschaft wurden verschiedene Luxusartikel gestrichen. Kernöl steht nicht mehr zur Verfügung, was mehrere tausend Euro Ersparnis bringt. Zu Nudelgerichten wird anstelle von Parmesan ein günstigerer italienischer Hartkäse gereicht.

Diese Kantinenänderungen generieren zusammen mit reduzierten Suppenmengen Einsparungen von 200.000 Euro jährlich.

Kritik: Mitarbeitende nicht eingebunden

Kritik kommt vom Zentralbetriebsrat: Thomas Steurer bemängelt, dass an der falschen Stelle gespart werde und die Mitarbeitenden nicht in Entscheidungsprozesse einbezogen wurden. Er sieht größeres Einsparpotenzial bei Fremdfirmen und kritisiert unsinnige Ausgaben wie Rasenmähen im November.

Höhere Parkgebühren bringen 700.000 Euro

Steurer widerspricht auch der Behauptung, dass bei Patienten nicht gespart werde, da Desserts nur noch auf Bestellung und Kaffeemilch nur auf Nachfrage verfügbar seien. Neben Einsparungen setzt die KHBG auf Mehreinnahmen durch höhere Tarife. Die Parkgebühren stiegen von einem auf 1,50 Euro pro Stunde, der Tageshöchstsatz von sieben auf zehn Euro. Diese Anpassung bringt jährlich etwa 700.000 Euro zusätzliche Einnahmen.

Kein Business Run 2026

Die traditionelle Teilnahme am Business Run in Bregenz wurde aus Kostengründen gestrichen, während das interne Gesundheitsprogramm für Mitarbeitende bestehen bleibt.

(VOL.AT)

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