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Kreuzfahrtschiff legt wegen Sturm ab – Passagiere bleiben zurück

©Canva
Dramatische Szenen im Hafen von Funchal: Wegen heftiger Winde legte die "AIDA Luna" am Mittwochfrüh überraschend ab – obwohl sich noch Passagiere auf Madeira befanden.

Ein geplanter Traumstopp auf Madeira endete für zwei Kreuzfahrtgäste mit einer ungeplanten Verlängerung an Land. Das Kreuzfahrtschiff "AIDA Luna" verließ am Mittwoch gegen 6.15 Uhr früh vorzeitig den Hafen von Funchal. Der Grund: massive Wetterverschlechterung in der Nacht.

Wind und Wellen werden zur Gefahr

Was zunächst nach einem regulären Aufenthalt klang, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einer heiklen Situation. Starke Böen und hoher Wellengang setzten dem Schiff am Pier spürbar zu. Nach Berichten von Branchenportalen wurde die "AIDA Luna" wiederholt gegen die Kaimauer gedrückt.

Für die Schiffsführung war klar: Bleiben wäre riskanter gewesen als Fahren. Um Schäden am Schiff zu verhindern und die Sicherheit der Passagiere an Bord zu gewährleisten, fiel die Entscheidung zum frühen Ablegen – viele Stunden früher als ursprünglich geplant.

Gäste über Nacht auf Madeira

Doch nicht alle Reisenden waren zu diesem Zeitpunkt zurück an Bord. Zahlreiche Passagiere hatten den Stopp für einen längeren Landgang genutzt, manche verbrachten die Nacht auf der Insel. Zwei von ihnen erreichten das Schiff nicht mehr rechtzeitig.

Laut Berichten versuchte die Reederei noch, die Betroffenen telefonisch zu kontaktieren. Als das Schiff schließlich auslief, befanden sie sich jedoch weiterhin auf Madeira.

Reederei organisiert Rückkehr

AIDA Cruises organisierte in weiterer Folge die Weiterreise der beiden Urlauber. Sie konnten später wieder an Bord gebracht werden. Um den verkürzten Aufenthalt auszugleichen, wurde ein zusätzlicher Stopp auf Lanzarote eingelegt – dieser war ursprünglich nicht Teil der Route.

Was passiert, wenn ein Schiff früher ablegt?

Kreuzfahrtschiffe sind eng an Wetter- und Sicherheitsvorgaben gebunden. Kapitäne tragen die Verantwortung für mehrere Tausend Menschen an Bord. Bei starkem Wind kann ein Schiff am Liegeplatz zur Gefahr werden – sowohl für sich selbst als auch für Hafenanlagen. In solchen Fällen gilt: Sicherheit vor Reiseplan.

(VOL.AT)

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