Am kommenden Wochenende wird die Installation "eröffnet" - vor Ort auf der Bielerhöhe, ab Freitag ist das Kunstwerk für alle frei zugänglich. Das Wasser des Bielbachs, der unter einer Brücke in den Silvretta-Stausee fließt, wird für das KUB-Projekt in einer Fontäne - Brücke und Bogen zugleich - über den darunter liegenden Fußweg wieder in den See geleitet.
Der 1938 im Schweizer Appenzell geborene Signer entnimmt dazu oberhalb eines Katarakts Wasser, das über einen Schlauch 60 Meter darunter mit 6 bar Druck über die Straße schießt. Der Wasserstrahl werde so zu einem architektonischen Element, zur Skulptur, erläuterte der Künstler. Der in St. Gallen lebende Signer gilt als einer der wichtigen Gegenwartskünstler, er vertrat etwa 1999 die Schweiz auf der Biennale Venedig und nahm 1987 an der documenta Kassel teil. Als humorvoller Aktionskünstler wurde er mit wasserspeienden Gummistiefeln, explodierenden Chefsesseln und schwebenden Kajaks bekannt. Er befasst sich in seinen Arbeiten häufig mit der Kraft der Elemente.
Signer sei zwar Bildhauer, bei ihm erhalte diese Kunstform aber eine vierte Dimension, nämlich die Zeit, so KUB-Direktor Thomas D. Trummer. Seine Skulpturen seien Ereignisse, die Erlebnisse böten, "oft auch eine Pointe". Ergänzt werde das durch die Elemente Wasser, Wind und Energie. Signer zeigte sich mit der Umsetzung seines Projekts durch die Illwerke-Ingenieure "sehr zufrieden", seine Arbeiten müssten "einfach und elementar" bleiben. Das neue Kunstwerk wird permanent zu sehen sein, nur im Winter wird es aufgrund der Lawinengefahr abgebaut. Das diesjährige KUB-Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Illwerke/VKW und feiert am 3. und 4. Juli mit mehreren Veranstaltungen sein Eröffnungswochenende.
Über den Sommer gibt es dann jeden Samstag Führungen zu den Kunstinstallationen vor Ort. Weitere Informationen unter: www.kunsthaus-bregenz.at
(APA)