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Kühe auf Wanderwegen: Diese Regeln sollten Berggeher kennen

Eine Frau geht nahe der 1350 Meter hoch gelegenen Kappeler Alpe bei Pfronten (Bayern) auf einem Wanderweg an einer weidenden Kuh vorbei. (Archivbild)
Eine Frau geht nahe der 1350 Meter hoch gelegenen Kappeler Alpe bei Pfronten (Bayern) auf einem Wanderweg an einer weidenden Kuh vorbei. (Archivbild) ©APA/dpa
Die Wandersaison läuft auf Hochtouren, gleichzeitig verbringen Tausende Rinder den Sommer auf Alpen und Weiden. Begegnungen zwischen Wanderern und Weidevieh gehören daher zum Alltag – mitunter können sie jedoch gefährlich werden.

Wenn Wanderer und Weidevieh aufeinandertreffen

Ob auf Almen, Bergwegen oder Weideflächen: Begegnungen zwischen Wanderern und Kühen sind in den Alpen keine Seltenheit. Gerade in den Sommermonaten verbringen zahlreiche Jungrinder und Milchkühe die Saison auf den Alpen. Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, kommt es dabei immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Menschen und Weidevieh.

In einzelnen Fällen hätten solche Begegnungen in den Alpen auch tödliche Folgen gehabt. Um Risiken für Mensch und Tier zu minimieren, gelten deshalb bestimmte Verhaltensregeln im Umgang mit Weidevieh.

Österreich setzt auf Aufklärung

Auch in Österreich kommt es laut dem Bericht regelmäßig zu kritischen Situationen zwischen Wanderern und Weidetieren. Um das Bewusstsein für richtiges Verhalten auf Almen zu stärken, wurde bereits vor einigen Jahren eine Informationskampagne gestartet. Die damalige österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger wollte laut Allgäuer Zeitung sowohl Touristen als auch Einheimische über verschiedene Kanäle erreichen.

Ein Kalb der Rasse Fleckvieh liegt auf einer Weide der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth (Bayern) inmitten einer Herde Gelbvieh, auch Frankenvieh genannt. ©dpa/David Ebener

Zehn Regeln für Begegnungen mit Kühen

  • Kontakt zum Weidevieh vermeiden und Tiere nicht füttern.
  • Ruhig bleiben und die Tiere nicht erschrecken.
  • Besonders bei Mutterkühen vorsichtig sein, da diese ihre Kälber beschützen.
  • Hunde an kurzer Leine führen. Sollte ein Angriff durch Weidevieh drohen, den Hund sofort ableinen.
  • Markierte Wege auf Almen und Weiden nicht verlassen.
  • Versperren Tiere den Weg, sollte mit möglichst großem Abstand ausgewichen werden.
  • Nähern sich Tiere, ruhig bleiben, nicht weglaufen und ausweichen.
  • Zeigen die Tiere Unruhe, sollte die Weidefläche zügig verlassen werden.
  • Zäune und Weidetore beachten und Tore nach dem Passieren wieder schließen.
  • Mensch, Tier und Natur respektvoll begegnen.

Bergwacht wegen Kuhherde alarmiert

Wie die Zeitung weiter berichtet, musste die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen zuletzt zu mehreren Einsätzen im Wettersteingebirge ausrücken. In einem Fall habe ein Wanderer Hilfe angefordert, weil er sich aufgrund einer Kuhherde nicht mehr getraut habe, seinen Weg fortzusetzen.

Die Einsatzkräfte konnten die Situation demnach klären. Der Vorfall zeigt jedoch, dass Respekt vor Weidevieh und die Einhaltung der empfohlenen Verhaltensregeln wesentlich dazu beitragen können, Konflikte auf den Almen zu vermeiden.

(VOL.AT)

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