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Kunstblut, Sirenen, Ernstfall: Warum freiwillige Übungsteilnehmer danach anders denken

Strobel/VOL.AT
Strobel/VOL.AT
Du liegst auf dem Asphalt. Kunstblut klebt an deiner Haut. Und plötzlich weißt du: So fühlt sich ein Ernstfall an. Für eine große Einsatzübung am 18. April 2026 in Dornbirn werden noch Freiwillige gesucht. Was Teilnehmer erwartet, ist intensiver, als viele vermuten.

Julian Illigasch vom Rettungsdienst Dornbirn hat schon viele Übungen erlebt. Aber eines wiederholt sich jedes Mal: „Die meisten sind komplett überrascht, wie realistisch das Ganze abläuft." Was er meint, erlebt man erst, wenn man selbst auf der Trage liegt.

Vom Freiwilligen zum Verletzten – in Minuten

Wer sich anmeldet, wird nicht einfach in eine Ecke gestellt. Profis des Roten Kreuzes übernehmen die Vorbereitung: geschminkte Wunden, Kunstblut, zerrissene Kleidung. Die Szenarien bleiben bewusst geheim – damit der Übungseffekt für Rettung, Feuerwehr und alle beteiligten Organisationen aus dem Bezirk Dornbirn erhalten bleibt. Schauspielerisches Talent braucht niemand. Klare Anweisungen genügen.

Ein Beispiel vom ÖRK Vorarlberg für eine geschminkte Wunde. ©OeRK-V/VOL.AT

Was dann passiert, ist für viele ein Augenöffner: Aus der Perspektive des Verletzten erlebt man hautnah, wie viele Handgriffe, Absprachen und Entscheidungen innerhalb von Sekunden getroffen werden müssen. „Da steckt deutlich mehr dahinter, als man denkt", sagt Illigasch.

Was du wissen musst

Die Übung findet bei jedem Wetter statt, beginnt früh und dauert mehrere Stunden. Voraussetzung: Volljährigkeit und ein freier Samstag. Für Verpflegung ist gesorgt. Viele gehen danach mit einem völlig neuen Blick auf die freiwilligen Einsatzorganisationen nach Hause.

Die Großübung findet am Samstag, 18. April 2026, in Dornbirn statt.

Bei Interesse einfach via Mail melden. ©OeRK-V/VOL.AT

(VOL.AT)

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