Kurz vor Weihnachten: Beliebter Regionalsender stellt Sendebetrieb ein
Ein Stück deutscher Fernsehgeschichte ist zu Ende: Ein überregional bekannter Regionalsender hat kurz vor Weihnachten seinen Betrieb eingestellt. Nach dem plötzlichen Tod des Geschäftsführers und anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten blieb der Belegschaft nur der Weg in die Insolvenz.
Sendergeschichte endet mit Abschiedssendung
Die letzte Livesendung lief am 19. Dezember. Moderator Wolfgang Grünwald verabschiedete sich mit den Worten: "Das hier, liebe Zuschauer, ist die letzte Sendung RNF Life. Wir haben am 1. April 1986 begonnen, nun ist 'Schicht im Schacht'."
Tod des Geschäftsführers als Auslöser
Am 6. November verstarb der geschäftsführende Gesellschafter Joachim Schulz im Alter von 68 Jahren. Er hatte den Sender kurz zuvor als Alleininhaber übernommen. Nach Angaben des Betriebsrats fehlte es nach seinem Tod an einer handlungsfähigen Geschäftsführung. Eine schnelle Nachbesetzung sei nicht möglich gewesen, weshalb die Belegschaft Insolvenz anmeldete.
Insolvenzverfahren und ungewisse Perspektive
Seit 1. Dezember befand sich der Sender im vorläufigen Insolvenzverfahren. Der eingesetzte Insolvenzverwalter Tobias Wahl erklärte, es sei "so gut wie kein Geld vorhanden". Zwar habe es einen potenziellen Investor gegeben, dieser habe jedoch bislang keine konkreten Schritte gesetzt.
Mehrfach in der Krise
Der Sender war in der Vergangenheit bereits mehrfach in finanziellen Schwierigkeiten. Nach dem Tod eines früheren Eigentümers im Jahr 2021 geriet das Unternehmen schon einmal in die Insolvenz. Diesmal ist der Schritt endgültig – betroffen sind 21 Beschäftigte.
(VOL.AT)