Landeshauptleutekonferenz: Stiller Protest in Bregenz

Der stille Protest vor dem Festspielhaus.
Der stille Protest vor dem Festspielhaus. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Anlässlich der Landeshauptleutekonferenz im Festspielhaus appellierte Fridays For Future an die Landeschefs: Klimaschutz darf nicht weiter gebremst werden.
Stiller Klima-Protest in Bregenz
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Am Freitag findet im Festspielhaus in Bregenz die Landeshauptleutekonferenz statt. Anlässlich der Konferenz startete Fridays For Future Vorarlberg eine Aktion auf dem Festspielvorplatz. Bei einem stummen Protest stellten sich Klimaaktivistinnen zu Beginn der Konferenz vor dem Festspielhaus in Bregenz auf. Die Botschaft, die auf allen Schildern zu lesen war: "Denkt an die Kinder!" - in je einem Dialekt jedes Bundeslandes.

Appell in neun Dialekten

Derzeit werde der Klimaschutz massiv gebremst, so Fridays For Future. Es gelte, jetzt Maßnahmen zu setzen. Damit die Emissionen in ganz Österreich sinken, müssen sie das in jedem Bundesland tun. Die Landeshauptleute haben hier großen Einfluss. Die Fridays appellieren an alle Landeshauptleute, aus klimaschädlichem Erdgas auszusteigen und den Ausbau erneuerbarer Energien rasch voranzutreiben, anstatt ihn zu blockieren. Die aktuelle Politik gefährde die Zukunft der jungen Generation und des Planeten, so die Aktivisten.

Die Aktivisten vor dem Festspielhaus. Bild: VOL.AT/Mayer

Kein Bremsen beim Klimaschutz

Beispiele dafür, wo die Landeshauptleute derzeit bremsen, gebe es leider zur Genüge. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) sei beschlossen und der Bund stelle hohe Förderungen zur Verfügung. Der tatsächliche Ausbau scheitere jedoch an der Freigabe von Flächen für Wind- und Solarenergie durch die Landeshauptleute. Auch das aktuell auf dem Tisch liegende Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) wäre gar nicht notwendig, wenn die Landeshauptleute den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen nicht so lange hinausgezögert hätten, sind sich die Klimaschützer sicher. Die Landeshauptleute sollen bei der Konferenz einfordern, dass Klimaschutzgesetz und EWG noch vor dem Sommer beschlossen werden. "Spätestens seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine sollte allen klar sein, dass wir beim Ausstieg aus fossilen Energien keine Zeit verlieren dürfen", so Aktivistin Sophia Simon (17).

Klimaschutzgesetz wichtiger denn je

Klimaschutz dürfe nicht einfach immer weiter aufgeschoben werden. Laut neuesten Berichten schreitet die Klimakrise schneller voran als gedacht und die Länder der Erde sind weit davon entfernt, die Klimaziele von Paris zu erreichen. Österreich sei hier keine Ausnahme, sondern alle im internationalen Vergleich sogar negativ auf. "Jeden Tag, den unsere Politikerinnen untätig verbringen, steuern wir weiter hinein in die Klimakrise. Wir haben seit mehr als 500 Tagen kein wirksames Klimaschutzgesetz. Das ist unfassbar und beängstigend. Seit mehr als einem Jahr fehlt ein Gesetz gegen die größte Bedrohung für unsere Generation. Unser Appell ist dringender denn je. Wir hoffen, dass er wahrgenommen wird", meint Klimaaktivist Johannes Hartmann (26).

(VOL.AT)

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