Langes Wochenende bringt Stau: Wo es jetzt eng wird
Reiseverkehr startet schon am Mittwoch
Bereits am Mittwochnachmittag und -abend setzen sich viele ins Auto, um das verlängerte Wochenende zu nutzen – sei es für Ausflüge, Kurzurlaube oder Besuche bei Familie und Freunden.
Die Folge: Staus und Verzögerungen auf den Hauptverkehrsadern. Im Ländle betrifft das vor allem die Rheintalautobahn (A14). Auch die Verbindungen Richtung Deutschland über die A96 geraten schnell an ihre Grenzen.
Bodensee zieht – Tuning World als Besuchermagnet
Ein zusätzlicher Verkehrstreiber liegt direkt vor der Haustür: Mit der "Tuning World Bodensee" startet am Donnerstag in Friedrichshafen eine der größten Automessen Europas.
Die Veranstaltung zieht traditionell viele Besucher aus Vorarlberg an. Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen rund um den Bodensee – insbesondere auf der A14 in Richtung Bregenz, beim Pfändertunnel sowie auf der deutschen A96.
Sonntag wird zur Geduldsprobe
Während sich der Verkehr am Freitag und Samstag etwas verteilt, droht am Sonntagabend die nächste Belastungswelle. Dann treten viele gleichzeitig die Heimreise an – sowohl aus der Bodenseeregion als auch von weiter entfernten Ausflugszielen.
Neben der A14 nennt der ÖAMTC auch mehrere überregionale Staustrecken, darunter die Inntalautobahn (A12), die Tauern Autobahn (A10) und die Fernpassstraße (B179).
Großveranstaltungen beeinflussen Verkehr zusätzlich
Auch Großevents im Osten Österreichs wirken sich indirekt auf das Verkehrsaufkommen aus: In Wien findet am Samstag das Finale des Eurovision Song Contests statt, in Salzburg sorgt der Marathon am Sonntag für umfangreiche Straßensperren.
Diese Ereignisse führen zu zusätzlichen Reisebewegungen im ganzen Land – und damit auch zu mehr Verkehr auf den Transitstrecken durch Vorarlberg.
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Rettungsgasse kann Leben retten
Mit steigendem Verkehrsaufkommen wächst auch das Risiko für Unfälle. Der ÖAMTC erinnert deshalb an die korrekte Bildung der Rettungsgasse – und zwar frühzeitig.
"Daher ist es wichtig, schon bei stockendem Verkehr eine ausreichend breite Rettungsgasse zu bilden, denn Einsatzfahrzeuge benötigen meist mehr Platz als Pkw", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder Einsatzkräfte behindert, muss mit Strafen von bis zu 2.180 Euro rechnen.
Unterschiedliche Regeln im Ausland beachten
Gerade für Vorarlberger, die über die Grenze fahren, gilt: Nicht überall gelten dieselben Verkehrsregeln. In Deutschland ist die Rettungsgasse wie in Österreich Pflicht, in Italien hingegen nicht. Dort muss stattdessen der Pannenstreifen freigehalten werden. Ein Detail, das im Ernstfall entscheidend sein kann.
Unterm Strich gilt: Wer rund um Christi Himmelfahrt unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen – oder nach Möglichkeit auf Randzeiten ausweichen.
(VOL.AT)