Lawinengefahr bleibt hoch: Instabile Schneedecke in Vorarlberg
Am Sonntag hat das Land Vorarlberg mit einem landesweiten AT-Alert vor der angespannten Lawinensituation gewarnt. Auch zu Wochenbeginn bleibt die Lage heikel – und könnte sich durch steigende Temperaturen weiter verschärfen.
Die großen Neuschneemengen der vergangenen Tage sowie Windverfrachtungen machen die Schneedecke äußerst instabil. Die Kombination aus frischem Schnee, starken Winden und nun einsetzender Erwärmung führt dazu, dass sich einzelne Schneeschichten nur unzureichend verbinden.
Temperaturanstieg verschärft Situation
Mit den milderen Temperaturen in dieser Woche steigt die Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen zusätzlich. Lawinen können durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden, aber auch spontan von selbst abgehen.
Besonders tückisch sind Triebschneeansammlungen in höheren Lagen und kammnahen Bereichen. Dort haben starke Winde große Schneemengen verfrachtet und instabile Schneepakete gebildet. Schon geringe Zusatzbelastungen können ausreichen, um ein Schneebrett zu lösen.
Warnstufe 4 – zweithöchste Gefahrenstufe
In ganz Vorarlberg gilt derzeit die Lawinenwarnstufe 4 (hoch). Das bedeutet eine anhaltend gefährliche Lawinensituation. Lawinen können bereits bei geringer Belastung ausgelöst werden, spontane, teils große Lawinen sind möglich.
Die Warnstufe 4 ist die zweithöchste Stufe der fünfteiligen europäischen Lawinenskala – ein klares Signal an alle, die sich im alpinen Gelände bewegen.
(VOL.AT)