Lebensmittel verwenden statt verschwenden

©HIRSCHBUEHL.fotografie
SPAR setzt sich für nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln ein: Sind Produkte nicht mehr verkäuflich, werden diese an Tischlein deck dich weitergegeben. außerdem können Kund(inn)en seit Herbst 2021 ein „Too Good to Go“-Überraschungssackerl kaufen.

Der Anteil des Lebensmittelhandels an nicht verbrauchten Lebensmitteln ist viel kleiner als gemeinhin angenommen: 53 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel stammen aus privaten Haushalten, 30 Prozent aus der Landwirtschaft und Produktionsbetrieben, zwölf Prozent aus der Gastronomie und nur fünf Prozent aus dem Handel. Bei SPAR wird nur rund ein Prozent der angebotenen Lebensmittel nicht verkauft. SPAR hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um der Lebensmittelverschwendung im Handel und in den Haushalten entgegenzutreten. Jede SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Filiale in Vorarlberg spendet unverkäufliche Lebensmittel an Tischlein deck dich. Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung, die in Frankreich gesetzlich vorgeschrieben werden mussten, sind bei SPAR schon gelebte Realität.

Viele Produkte, wenig Verschwendung

Alle Systeme sind bei SPAR schon jetzt darauf ausgerichtet, so viel wie möglich zu verwenden und so wenig wie möglich zu verschwenden. Zusätzlich werden laufend Verbesserungen vorgenommen. Der größte Anteil der Lebensmittel im Müll stammt aus Haushalten – vielfach, da zu große Mengen eingekauft wurden. Die wichtigste Maßnahme gegen Lebensmittelverschwendung bei SPAR sind daher Bedientheken und das offene Angebot von Obst und Gemüse. Hier können Kundinnen und Kunden gramm- bzw. stückgenau jene Menge Fleisch, Wurst, Käse, Frischfisch, Brot und Früchte einkaufen, die sie tatsächlich brauchen. Damit bleiben im Gegensatz zu vorverpackten Großpackungen keine kostbaren Frischprodukte übrig, die besonders viel CO2 in der Produktion verursachen. Bei Brot und Gebäck helfen die Backstationen, die in fast allen SPAR-Märkten vorhanden sind, Gebäck bedarfsgerecht herzustellen.

Bei Brot von regionalen Bäckern bemühen sich alle um eine möglichst genaue Bestellung. Zum Tagesende hin wird nur noch eine kleine Auswahl an Brot und Gebäck aufgebacken. Bei Milchprodukten bleibt unter der Woche wenig übrig, weil die Haltbarkeitsfristen aufgrund der verbesserten Herstellungsbedingungen sehr lange sind.

Abverkauf von Produkten mit kurzem MHD

Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf des gesetzlich festgelegten Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) stehen, und auch Schwarzbrot vom Vortag sind qualitativ noch einwandfrei. Jedoch greifen viele Kunden zu Packungen mit längerem Haltbarkeitsdatum. Die älteren Packungen bleiben im Markt und verderben. SPAR verkauft diese Produkte vergünstigt ab. Mit dem Logo „Lebensmittel sind kostbar“ auf vielen Abverkaufsständern macht SPAR Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam, dass sie mit dem Kauf des vergünstigten Produkts Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Alle SPAR-Filialen spenden Produkte an Sozialmärkte

Sind Produkte trotz aller Maßnahmen nicht mehr verkäuflich, aber noch genießbar, werden diese Lebensmittel von SPAR Vorarlberg kostenfrei an Tischlein deck dich weitergegeben. Die Hilfsorganisation wiederum verteilt die Produkte kostenlos an Menschen an der Armutsgrenze.

Österreichweite Kooperation mit „Too Good to Go“

Seit Herbst 2021 können Kundinnen und Kunden über die „Too Good to Go“-App Überraschungssackerl kaufen und damit Lebensmittel retten, die zwar noch gut sind, aber voraussichtlich nicht mehr verkauft werden.

Trotz exakter Bestellung und bedarfsgerechtem Aufbacken von Brot und Gebäck bleibt am Ende des Tages eine kleine Menge an Lebensmitteln übrig. Denn auch für die letzte Kundschaft muss noch eine gewisse Auswahl gegeben sein. Ob sie sich dann für einen Kornspitz oder eine Semmel, bzw. für einen Apfel oder eine Banane entscheidet, kann niemand sagen. Was übrig bleibt, kommt zum Teil in die Überraschungssackerl, die zu einem Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises erstanden werden können.

Die in der App bezahlten Sackerl können ab 30 Minuten vor Geschäftsschluss im ausgewählten Markt an der Kassa abgeholt werden.

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