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Lech plant mit Plus: Gemeinde beschließt erstmals seit fünf Jahren positives Budget

Die Gemeinde Lech rechnet 2026 mit einem Budgetüberschuss von 200.000 Euro.
Die Gemeinde Lech rechnet 2026 mit einem Budgetüberschuss von 200.000 Euro. ©VN/Steurer
Nach Jahren knapper Kassen rechnet die Gemeinde Lech für 2026 mit einem Überschuss – Grund dafür sind steigende Einnahmen und vorsichtige Ausgabenplanung.

Erstmals seit fünf Jahren rechnet die Gemeinde Lech mit einem positiven Haushaltsergebnis. Der Budgetvoranschlag für 2026 wurde einstimmig beschlossen. Die prognostizierten Einnahmen liegen bei 31,7 Millionen Euro, die Ausgaben bei 31,5 Millionen. Es verbleibt ein Überschuss von rund 200.000 Euro.

"Die Gemeinde Lech prognostiziert erstmals seit fünf Jahren ein positives Budget", sagte Bürgermeister Gerhard Lucian. "Wir sind mit einer vorsichtigen Einnahmen- und Ausgabenplanung in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen. Dies zahlt sich jährlich bei den Rechnungsabschlüssen aus, bei denen wir regelmäßig besser abschneiden als geplant."

Einnahmen steigen um knapp drei Millionen Euro

Im Vergleich zum Voranschlag des Vorjahres steigen die Einnahmen um 2,9 Millionen Euro. Die Gemeinde rechnet mit einem Gesamtbetrag von 31,7 Millionen Euro. Besonders stark wachsen die Abgabenerträge: Diese steigen um 1,5 Millionen Euro auf 16,1 Millionen Euro. Darin enthalten sind Kommunalsteuern, Tourismusbeiträge und Gästetaxen.

Auch wirtschaftliche Aktivitäten der Gemeinde tragen verstärkt zum Haushalt bei. Einnahmen aus Vermietungen und Verpachtungen – etwa aus dem Dorfhus oder den Lechwelten – sollen 2026 um 50 Prozent zulegen. "Aus Investitionen werden nun immer mehr Erträge. 2026 können bereits 1,5 Millionen Euro damit eingenommen werden. Das Geld kommt zurück", sagte Vizebürgermeister Elias Beiser.

Infrastruktur bleibt wichtiger Ausgabenschwerpunkt

Die geplanten Ausgaben belaufen sich 2026 auf 31,5 Millionen Euro. Größte Posten sind die Personalaufwendungen mit 6 Millionen Euro, Transferzahlungen an Unternehmen – etwa an die Lech Zürs Tourismus GmbH – mit 5,8 Millionen Euro sowie Beiträge an öffentliche Träger wie den Sozialfonds und den Landesgesundheitsfonds in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro.

5,2 Millionen Euro sind für Investitionen in die örtliche Infrastruktur vorgesehen. Dazu zählen der Straßenbau, die öffentliche Beleuchtung, Schutzwasser- und Lawinenverbauungen, Maßnahmen beim Bauhof, die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie die Fertigstellung des Dorfzentrums. Letzteres umfasst unter anderem die Umgestaltung des Kirchhügels und den Neubau der Einfahrt zur Parkgarage Anger.

Transferzahlungen steigen weiter – Kritik am Verteilungsschlüssel

Besonders stark erhöhen sich erneut die Ausgaben für Sozial- und Gesundheitsfonds. Die Beiträge zum Sozialfonds steigen um 7,5 Prozent auf rund 1,5 Millionen Euro, die zum Landesgesundheitsfonds um 12,1 Prozent auf etwa 560.000 Euro. Bürgermeister Lucian: "Die stark steigenden Transferzahlungen der letzten Jahre belasten auch unsere Gemeinde. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Gemeinde Lech, dass es zu einer Veränderung des aktuellen Schlüssels kommt."

Vorschau auf den vorläufigen Rechnungsabschluss 2025

Der vorläufige Rechnungsabschluss 2025 bestätigt den Kurs der Gemeinde. Ähnlich wie im Vorjahr konnten auch 2025 rund eine Million Euro mehr eingenommen werden als ursprünglich budgetiert. Möglich wurde dies laut Bürgermeister durch eine konservative Herangehensweise bei der Einnahmenschätzung, insbesondere bei den Erträgen aus eigenen Abgaben.

Schuldenstand soll bis 2030 sinken

Der Schuldenstand der Gemeinde lag in den Jahren 2024 bis 2026 konstant bei rund 51 Millionen Euro. Laut Planrechnung soll dieser bis zum Jahr 2030 auf etwa 45 Millionen Euro sinken.

(Red.)

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