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Leichenfund nach Großeinsatz auf Bodensee: Was bisher bekannt ist

Leiche im Bodensee - viele Fragen noch offen.
Leiche im Bodensee - viele Fragen noch offen. ©Wikimedia/CC BY-SA 3.0 DE
Nach einem Großeinsatz auf dem Bodensee wurde eine weibliche Leiche entdeckt. Ob sie mit dem mutmaßlichen Sturz einer Frau von einer Fähre zwischen Meersburg und Konstanz in Zusammenhang steht, ist derzeit noch unklar.

Die Ermittlungen laufen.

Was bisher passiert ist

In der Nacht auf Montag löste ein Zeugenhinweis einen Großeinsatz auf dem Bodensee aus. Kurz nach 23 Uhr am Sonntag meldete ein Mann, während der Überfahrt der Fähre zwischen Meersburg und Konstanz möglicherweise beobachtet zu haben, wie eine Frau über Bord gegangen sei.

Nach Angaben der Polizei hatte der Zeuge zuvor eine Frau an der Reling stehen sehen. Als er sich kurz abwandte, habe er ein deutliches Klatschen gehört, das auf einen Sturz ins Wasser hindeuten könnte. Die Person sei anschließend nicht mehr zu sehen gewesen.

Daraufhin wurde die Fähre gestoppt und eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet.

Was wir wissen

Die Suchaktion war umfangreich

An dem Einsatz beteiligten sich zahlreiche Kräfte von DLRG, Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und weiteren Organisationen. Zeitweise waren neun Boote auf dem Wasser im Einsatz. Zusätzlich unterstützten ein Polizeihubschrauber, mehrere Drohnen mit Wärmebildtechnik sowie ein Wasserspürhund die Suche.

Das vermutete Suchgebiet lag rund 800 bis 1.000 Meter vor dem Fährhafen Konstanz-Staad und konnte daher vergleichsweise genau eingegrenzt werden.

Die Suche blieb zunächst erfolglos

Trotz des erheblichen Aufgebots fanden die Einsatzkräfte in der Nacht keine Hinweise auf eine tatsächlich ins Wasser gestürzte Person. Auch die parallel laufenden Ermittlungen ergaben zunächst keine Erkenntnisse über eine vermisste Frau.

Die Suchmaßnahmen wurden deshalb gegen 2 Uhr morgens nach Rücksprache mit der Wasserschutzpolizei eingestellt.

Am Montagnachmittag wurde eine weibliche Leiche gefunden

Wenige Stunden nach dem Ende des Einsatzes entdeckten Einsatzkräfte im Bodensee vor Güttingen in der Schweiz eine weibliche Leiche. Das bestätigte das Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen auf Anfrage von VOL.AT.

Die Tote wurde bislang nicht identifiziert.

Was wir nicht wissen

Handelt es sich um dieselbe Frau?

Das ist derzeit die zentrale offene Frage. Nach Angaben der Polizei gibt es bislang keine Bestätigung, dass die gefundene Leiche mit dem mutmaßlichen Vorfall auf der Fähre in Verbindung steht. Die Identität der Verstorbenen ist noch ungeklärt.

Erst nach weiteren kriminalpolizeilichen Untersuchungen wird feststehen, ob ein Zusammenhang besteht.

Ist tatsächlich jemand von der Fähre gestürzt?

Auch diese Frage ist weiterhin offen. Nach dem Sucheinsatz hatten die Behörden zunächst erklärt, es gebe keine Hinweise auf eine tatsächlich über Bord gegangene Person. Teilweise war sogar von einer möglichen Wahrnehmungstäuschung des Zeugen die Rede.

Der spätere Leichenfund wirft jedoch viele Fragen auf. Ob die beiden Ereignisse miteinander zusammenhängen oder unabhängig voneinander sind, müssen die laufenden Ermittlungen klären.

Was ist die Todesursache?

Dazu liegen bislang keine Informationen vor. Die Behörden haben keine Angaben zu den Umständen des Todes gemacht.

Ermittlungen laufen

Die Polizei arbeitet derzeit an der Identifizierung der gefundenen Frau und prüft gleichzeitig mögliche Verbindungen zum Großeinsatz auf dem Bodensee in der Nacht auf Montag. Weitere Erkenntnisse werden im Laufe der Ermittlungen erwartet.

(VOL.AT)

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