Darum geht's:
- Am 2. Adventsonntag werden Kerzen entzündet und auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht
- Der internationale Menschenrechtstag markiert das Ende der UN-Kampagne "Orange the World"
- In der "Stillen Zeit" steigt das Risiko häuslicher Gewalt, insbesondere gegen Frauen
Advent und Menschenrechte: Ein symbolischer Zusammenhang
"Am 2. Adventsonntag, einem symbolträchtigen Tag in der christlichen Tradition, wird die zweite Kerze entzündet. Diese Zeit steht für Zartheit und Besinnung, erinnert an die Geburt Jesu in einem bescheidenen Stall", so beginnt Aglaia Poscher-Mika, vom Referat für Frauen und Gesellschaftspolitik der kath. Kirche Vorarlberg, das Gespräch. Parallel dazu zelebrieren andere Religionen um diese Jahreszeit das Licht, Nähe und Reflexion, wie etwa das Judentum mit dem Hanukkah-Fest.
"Der 10. Dezember, gleichzeitig der internationale Menschenrechtstag, markiert das Ende der UN-Kampagne 'Orange the World' ", führt sie weiter aus. Der Fokus liegt auf der Sensibilisierung für Gewalt gegen Frauen, ein Problem, das in Österreich rund 35% der Frauen betrifft und als eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen gilt.
Gewalt gegen Frauen: Ein dunkler Schatten über der 'Stillen Zeit'
In der "Stillen Zeit", trotz ihrer Vorfreude und Besinnlichkeit, steige paradoxerweise das Risiko häuslicher Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder. "Österreich verzeichnet aktuell 26 Femizide, und die emotional aufgeladenen Erwartungen an Weihnachten verschärfen oft familiäre Spannungen", so Aglaia Poscher-Mika.
Weihnachtsperfektionismus: Ein Druck, der entlastet werden muss
"Es wird vorgeschlagen, den Perfektionismus rund um Weihnachten zu reduzieren, um Druck abzubauen. Ein Fokus auf Dankbarkeit, Gemeinschaft und die Akzeptanz, dass nicht alles perfekt sein muss, könnte helfen, insbesondere Frauen von unrealistischen Erwartungen zu entlasten."
(VOL.AT)