Vorfall am Friedhof in Bregenz – Passanten zeigen sich überrascht
Beim VOL.AT-Lokalaugenschein zeigte sich die Lage vor Ort ruhig. Immer wieder gingen Jugendliche vorbei, die eine der beiden Schulen in der Umgebung besuchen. Friedhofsbesucher gingen zu den Gräbern und Spaziergänger querten den Friedhof, um zum Park und in die Innenstadt zu gelangen.
"Ich denke immer: Nicht hier in Bregenz"
Die Bregenzerin Isabelle Stahl und ihre Freundin Nina Tschaler aus Feldkirch erklärten, sie hätten am Friedhof noch nie Probleme wahrgenommen. Wenn es zu Vorfällen komme, dann eher in der Stadt oder beim Bahnhof. Stahl sagte: "Ich denke immer: nicht hier in Bregenz." Zum konkreten Fall könne sie den Kontext nicht einschätzen. Gewalt sei für sie grundsätzlich "immer schlimm". Es sei "schade, dass es auch immer häufiger zu solchen Thematiken kommt, auch in kleineren Städten". Der Friedhof sei für sie "nie ein Ort für Gewalt".
"Die Toten sind ruhig"
Ein älteres Paar aus Sulzberg berichtete, ihnen sei bei ihren Besuchen am Friedhof "immer alles ruhig" vorgekommen. Negative Beobachtungen hätten sie nie gemacht. Der Mann fasste es knapp zusammen: "Die Toten sind ruhig."
Lehrerin geht regelmäßig über den Friedhof
Eine Lehrerin, die regelmäßig über den Friedhof geht, schilderte, ihr sei es dort "immer ruhig" vorgekommen. Vom Vorfall habe sie nur am Rande über die Medien erfahren.
Eine Lehrerin, die regelmäßig von der Schule kommend über den Friedhof geht, erklärte, ihr sei dort "immer ruhig" vorgekommen. Den Vorfall habe sie nur ganz am Rand über die Medien mitbekommen.
Schüler und Anrainer zeigen sich überrascht
Zwei Schülerinnen der Riedenburg beschrieben den Ort als "eher laut und viel los", weil viele Menschen den Weg durch den Friedhof Richtung Park nutzen. Auch am Abend hätten sie dort noch nie etwas Negatives erlebt.
Eine Frau aus der Nachbarschaft, die oft mit ihrem Hund durch den Park geht, hatte vom Vorfall erst durch VOL.AT erfahren und reagierte überrascht: "Was, das habe ich gar nicht mitbekommen." Ihr seien eher Richtung Kreuzung gelegentlich Auffälligkeiten aufgefallen. Sie erwähnte die Nähe des Asylheims, betonte jedoch, dass ein Zusammenhang reine Vermutung wäre.
"Friedhof ist nicht der passende Ort"
Eine weitere Bregenzerin meinte, "so etwas kann leider überall passieren". Der Friedhof sei dafür "nicht der passende Ort", auch wenn Gewalt nirgends passe. Im Park säßen öfter Jugendliche beisammen. Angst habe sie keine.
Anrainer: Jugendliche schnorren Zigaretten
Ein Anrainer berichtete, Jugendliche kämen gelegentlich vorbei, um Zigaretten zu schnorren – darunter auch Bewohner des nahe gelegenen Asylheims. Er stellte klar, dass dies kein Hinweis auf den aktuellen Vorfall sei. Das Einzige, was ihm in der Vergangenheit negativ aufgefallen sei, sei ein Diebstahl von Zeitungen aus einem Laternenfach gewesen.
Friedhofsverwaltung: Keine Auffälligkeiten bekannt
Die Friedhofsverwaltung erklärte, der Friedhof selbst werde nicht abgeschlossen. Kapelle und Toilettenanlagen schließen täglich um 22 Uhr und öffnen um 5 Uhr. Es habe keine Meldungen gegeben, dass sich Gruppen am Friedhof aufhalten oder es zu besonderen Vorfällen gekommen sei. Man gehe eher von einem Zufall aus, dass sich der Vorfall auf dem Friedhof ereignet habe. Dies deckt sich mit Beobachtungen mehrerer Anrainer, die häufiger Jugendliche im angrenzenden Park sehen.
Auch die katholische Kirche teilte mit, dass keine Auffälligkeiten bekannt seien oder entsprechende Meldungen eingegangen wären.
(VOL.AT)