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"Lustenau wird immer etwas Besonderes bleiben"

©Ales Ceh (GAK), Johann Kleer (Lustenau), Herfried Sabitzer (GAK) ©Johann Kleer (Lustenau), Ales Ceh (GAK)
Vienna-Coach Hans Kleer vor seiner emotionalen Rückkehr ins Ländle, an jene Wirkungsstätte, an der er als Spieler den Bundesliga-Aufstieg feierte und später auch als Trainer an der Seitenlinie stand.

Wenn am Freitag um 18 Uhr in der Sun Minimeal Arena Austria Lustenau auf die First Vienna trifft, ist es für einen Mann kein gewöhnliches Auswärtsspiel.

Johann "Hans" Kleer kehrt an jene Wirkungsstätte zurück, an der er große Momente seiner Spieler- und Trainerlaufbahn erlebt hat. 110 Einsätze im grün-weißen Trikot, ein Bundesliga-Aufstieg 1996/97, später 57 Spiele als Cheftrainer – kaum einer ist enger mit der Austria verbunden als der heutige Vienna-Coach.

Hans Kleer bestritt 110 Pflichtspiele für Austria Lustenau. ©GEPA

Erinnerungen, die bleiben

"Ich hatte eine geile Zeit in Lustenau", sagt der gebürtige Wiener rückblickend. "Der Aufstieg in die Bundesliga war sicher das Highlight meiner Spielerkarriere. Und auch die zwei Jahre danach in der höchsten Spielklasse, das waren besondere Erlebnisse."

Zwei Spielzeiten bestritt der Wiener mit der Austria in der höchsten Spielklasse Österreichs. ©GEPA

Die Verbindung in die Stickergemeinde ist nie abgerissen. Noch heute steht Kleer im Austausch mit Ex-Präsident Hubert Nagel, auch zu früheren Mitspielern gibt es regelmäßigen Kontakt. "Wenn man so lange bei einem Verein war, bleibt man auf ewig verbunden. Ich verfolge sehr genau, was sich in Lustenau tut."

Mit Hubert Nagel gibt es regelmäßigen Austausch. ©Sams

Die infrastrukturelle Entwicklung beeindruckt ihn. Vom alten Reichshofstadion bis zur modernen Arena war es ein weiter Weg. "Man muss den Verantwortlichen ein großes Lob aussprechen. Was hier entstanden ist, ist wirklich beeindruckend."

Lehrreiche Jahre auf der Trainerbank

Von 2007 bis 2009 stand Kleer selbst an der Seitenlinie der Austria. 57 Spiele, viele Emotionen und eine Saison, die lange nachwirkte. In seiner ersten Spielzeit mischten die Grün-Weißen lange im Titelrennen mit und belegten am Ende Rang drei. "Wir haben uns lange mit Kapfenberg um den Meistertitel duelliert. Dass wir es am Ende nicht geschafft haben, war sehr schade", erinnert er sich.

Als Trainer verpasste Kleer mit den Lustenauern den Aufstieg in die Bundesliga. ©Stiplovsek

Es folgte ein größerer Umbruch. Mehrere Stammspieler verließen den Verein. Rückblickend spricht Kleer dennoch von einer "persönlich extrem lehrreichen Zeit". Unter ihm spielten unter anderem Harald Dürr, Oliver Schnellrieder oder Murad Gerdi. "Es waren tolle Typen, großartige Menschen. Ich bin dankbar, dass ich mit ihnen arbeiten durfte."

Emotionales Wiedersehen

Nun also die Rückkehr, als Trainer der Vienna. Für Kleer kein Spiel wie jedes andere. "Ich müsste lügen, wenn ich sage, es ist ein normales Ligaspiel", gibt er offen zu. "Ich freue mich extrem auf die Partie und bin gespannt auf die Stimmung im Stadion."

Am Freitag kehrt er als Trainer der Vienna nach Lustenau zurück. ©GEPA

Sportlich ist die Ausgangslage klar. Die Austria mischt im engen Titelrennen voll mit, liegt nach Verlustpunkten an der Spitze und geht vor eigenem Publikum als Favorit in die Partie. "Sie haben große individuelle Qualität und schon oft bewiesen, dass sie enge Spiele für sich entscheiden können. Das ist im Aufstiegskampf entscheidend", sagt Kleer. "Ich traue ihnen auf jeden Fall zu, dass sie den Aufstieg schaffen und wir sie nächstes Jahr wieder in der Bundesliga sehen werden."

Kleer traut den Grün-Weißen den Aufstieg in die Bundesliga zu. ©GEPA

Seine Vienna verfolgt andere Ziele. "Wir wollen jungen Spielern eine Plattform bieten und eine schlagkräftige Truppe mit Blick auf die kommende Saison formen. Wir können hier nur überraschen." Und dennoch schwingt bei aller Professionalität Emotion mit. "Ich freue mich auf das Wiedersehen", sagt Kleer, wohl wissend, dass die Punkte aus seiner Sicht dennoch mit nach Wien gehen sollen.

(VOL.AT)

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