Marcel Hirscher kann sich eine Rückkehr in den Skiweltcup vorstellen – vorausgesetzt, er erhält eine Wildcard. Das erklärte der achtfache Gesamtweltcupsieger bei der von Humangenetiker Markus Hengstschläger organisierten Konferenz "Impact Lech".
"Wenn ich eine Startnummer kriege, bin ich da", sagte Hirscher. Ob er im Sommer in Übersee trainieren wird, wolle der 37-Jährige in der kommenden Woche entscheiden. Entscheidend sei für ihn, körperlich fit zu sein.
Nach seinem Kreuzbandriss im linken Knie, den er am 2. Dezember 2024 beim Riesentorlauftraining auf der Reiteralm erlitt, stand Hirscher neun Monate später wieder auf Skiern. Den Olympiawinter vor den Spielen in Cortina ließ er aus. Bei einer Rückkehr in den Weltcup würde er erneut für die Niederlande an den Start gehen.
Technik aus der Formel 1 als Vorbild
Bei der Veranstaltung sprach Hirscher über den Einsatz von Daten bei der Entwicklung von Sportgeräten. Dabei regte er an, Technologien aus der Formel 1 stärker auf den Skisport zu übertragen. Aus diesem Grund wird er auch den Formel-1-Grand-Prix in Spielberg besuchen.
Als Auslöser für sein Comeback im Herbst 2024 nannte Hirscher seine Leistungen im Training. "Ich war wieder hungrig", sagte er. In Trainingsläufen habe er nur eineinhalb Sekunden Rückstand auf den Norweger Henrik Kristoffersen gehabt.
Sein Comeback im Riesentorlauf in Sölden bezeichnete Hirscher als eines der schönsten Rennen seiner Karriere. Nach mehr als fünf Jahren Weltcup-Pause qualifizierte er sich im Oktober 2024 mit Startnummer 34 für den zweiten Durchgang und verbesserte sich dort mit der drittbesten Laufzeit auf Rang 23.
(VOL.AT)