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Mehr junge Menschen ohne Job oder Ausbildung

122.000 junge Menschen in Ă–sterreich ohne Ausbildung oder Arbeit.
122.000 junge Menschen in Ă–sterreich ohne Ausbildung oder Arbeit. ©CANVA
In Vorarlberg waren 2023 14,9 Prozent der 15- bis 24-Jährigen weder erwerbstätig noch in Ausbildung oder AMS-Schulung.

Rund 122.000 junge Menschen in Ă–sterreich befanden sich Ende Oktober 2023 weder in Ausbildung noch in einer Schulung des Arbeitsmarktservice (AMS) und gingen auch keiner Arbeit nach.

Das entspricht knapp 13 Prozent der 15- bis 24-Jährigen. Seit rund 15 Jahren bleibt dieser Anteil der sogenannten "NEETs" – also jener Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die weder in Beschäftigung noch in Ausbildung oder Training sind – insgesamt relativ konstant. Doch ein genauerer Blick zeigt: Die Zusammensetzung dieser Gruppe hat sich deutlich verändert.

Vorarlberg mit zweithöchstem Wert

Mit einem Anteil von 14,9 Prozent liegt Vorarlberg 2023 im Bundesländervergleich an zweiter Stelle. Nur Wien weist mit 17,7 Prozent einen höheren NEET-Anteil auf. Am niedrigsten ist der Wert in Oberösterreich, wo 10,5 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen betroffen sind.

Auffällig ist auch die Entwicklung seit 2009: In Wien ging der Anteil besonders stark zurück – um 2,1 Prozentpunkte. Anders sieht es im Burgenland aus, wo der Wert um 1,5 Prozentpunkte anstieg. Auch Oberösterreich verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozentpunkten.

Deutliche Verschiebungen innerhalb der Gruppe

Während der Gesamtanteil über die Jahre hinweg vergleichsweise stabil blieb, hat sich die Struktur der Betroffenen spürbar gewandelt.

2009 waren junge Frauen mit 13,8 Prozent häufiger weder in Ausbildung noch erwerbstätig als Männer mit 11,8 Prozent. 2023 zeigt sich hingegen ein nahezu ausgeglichenes Bild: 12,9 Prozent der Frauen und 12,8 Prozent der Männer zählen aktuell zur Gruppe der NEETs.

Stärker verändert hat sich der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. 2009 hatten 39,2 Prozent der jungen Menschen ohne Job oder Ausbildung eine entsprechende Herkunftsgeschichte. 2023 liegt dieser Wert bereits bei 51,8 Prozent. Zum Vergleich: In der gesamten Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen weist knapp jede dritte Person – exakt 32,4 Prozent – einen Migrationshintergrund auf.

Auch das Bildungsniveau spielt eine Rolle: Überdurchschnittlich häufig betroffen sind junge Menschen mit höchstens Pflichtschulabschluss.

Die aktuellen Zahlen stammen aus einer Erhebung der Statistik Austria, über die der ORF berichtet hat. Sie zeigen, dass sich hinter stabilen Quoten tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen verbergen – auch in Vorarlberg.

(VOL.AT)

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