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Mehr Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt: Höchststand seit 2004

©APA/GEORG HOCHMUTH
In Vorarlberg sind im vergangenen Jahr 221 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Das sind laut einer Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria rund 29 Prozent mehr als im Jahr 2024 und der höchste Wert seit mehr als 20 Jahren.

Deutlicher Anstieg bei Kinderunfällen

Die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Kinder ist in Vorarlberg im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Wie aus einer Analyse der Mobilitätsorganisation VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria hervorgeht, wurden 221 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt. Das sind 49 Kinder mehr als im Jahr zuvor.

Laut VCÖ ist das die höchste Zahl verletzter Kinder im Straßenverkehr seit dem Jahr 2004. Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Vorarlberg im Vorjahr um 3,5 Prozent zunahm, stieg die Zahl der Kinderunfälle um 29,2 Prozent.

Forderung nach mehr Verkehrsberuhigung

"Kinder sind die Schwächsten im Verkehr. Unser Verkehrssystem muss auf Kinder mehr Rücksicht nehmen", erklärte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk in einer Aussendung.

Kinder queren einen Zebrastreifen auf ihrem Weg zur Schule. (Symbolbild) ©Canva

Die Mobilitätsorganisation fordert unter anderem mehr Verkehrsberuhigung in Ortsgebieten sowie zusätzliche Tempo-30-Zonen. Zudem seien sichere Gehwege und übersichtliche Straßenübergänge wichtig, um das Unfallrisiko für Kinder zu verringern.

Kritik an Sichtverhältnissen bei Schutzwegen

Der VCÖ spricht sich außerdem für eine Ausweitung des Halte- und Parkverbots vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zehn Meter aus. Begründet wird dies mit der zunehmenden Zahl großer Fahrzeuge, die die Sicht auf Kinder beim Überqueren der Fahrbahn erschweren könnten.

©APA/HARALD SCHNEIDER

Auch bei Bushaltestellen sieht die Organisation Handlungsbedarf. Laut VCÖ gebe es weiterhin Haltestellen, die nicht über sichere Straßenübergänge erreichbar seien.

Sichere Bedingungen für Kinder auf dem Fahrrad

Weitere Maßnahmen seien laut VCÖ notwendig, um die Sicherheit radfahrender Kinder zu erhöhen. Dazu zählen insbesondere zusätzliche Radwege und sichere Infrastruktur im Ortsgebiet.

"Radfahren ist bei vielen Kindern beliebt. Gerade in einer Zeit, in der über Bewegungsmangel bei Kindern geklagt wird, ist das Radfahren für Kinder eine Chance, auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung zu kommen", sagte Schenk. Der VCÖ führt derzeit zudem eine Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden durch.

(VOL.AT)

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