Mehr Streusalz im Einsatz: Langer Winter fordert Straßenmeisterei
Ein Blick in das Salzlager der Autobahnmeisterei Hohenems zeigt ein klares Bild: Gegen Ende der Saison sind die Reserven beinahe erschöpft. Insgesamt wurden in diesem Winter rund 1.900 Tonnen Streusalz auf den hochrangigen Straßen Vorarlbergs verteilt – ein markanter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Verantwortlich dafür waren vor allem die Wetterbedingungen. „Wir hatten besonders im Jänner viele kalte Tage mit dichtem Nebel“, erklärt Autobahnmeister Gerald Gröger. Die hohe Luftfeuchtigkeit habe die Fahrbahnen ständig feucht gehalten – ideale Voraussetzungen für Glättebildung. Entsprechend oft mussten die Einsatzkräfte ausrücken.
Salzsohle ergänzt klassischen Winterdienst
Neben herkömmlichem Streusalz kam auch Salzsohle verstärkt zum Einsatz. Rund 690.000 Liter der Mischung aus Wasser und Salz wurden direkt vor Ort produziert und aufgebracht. Ihr Vorteil: Sie haftet besser auf der Straße und entfaltet schneller ihre Wirkung.
An besonders kalten Tagen standen laut Gröger bis zu 17 Räum- und Streufahrzeuge gleichzeitig im Einsatz. Gearbeitet wurde vor allem in den frühen Morgenstunden ab 4.00 Uhr sowie am späten Abend nach 22 Uhr, wenn der Verkehr nachlässt. Bei Schneefall rückten die Teams zusätzlich auch untertags aus.
Der arbeitsintensive Winter hat damit einmal mehr gezeigt, wie stark die Straßeninfrastruktur von den Launen des Wetters abhängt – und wie wichtig ein funktionierender Winterdienst ist.
(VOL.AT)