Millionen für Wasser: 43 Projekte in Vorarlberg beschlossen
Die Bundesregierung hat neue Mittel für den Ausbau der Wasserinfrastruktur freigegeben. Wie das zuständige Ministerium am Mittwoch mitteilte, wurden österreichweit 925 Projekte genehmigt. Insgesamt stellt der Bund dafür rund 141 Millionen Euro bereit.
Ein Teil dieser Gelder fließt nach Vorarlberg: 43 Projekte im Land werden mit etwa sieben Millionen Euro unterstützt. Dadurch sollen Investitionen von insgesamt rund 32,3 Millionen Euro angestoßen werden.
Umweltminister Norbert Totschnig erklärte dazu: "Wasser ist unsere wertvollste Ressource und die Grundlage für die Lebensqualität in Österreich."
Schwerpunkt auf Trinkwasser und Abwasser
Den größten Anteil machen Projekte zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung aus. In Vorarlberg werden 38 Vorhaben in diesem Bereich mit rund 3,4 Millionen Euro gefördert. Laut Ministerium lösen diese Investitionen etwa 25,5 Millionen Euro aus.
Ein konkretes Beispiel ist ein Projekt in Wolfurt: Dort wird der Hochbehälter Frickenesch erneuert und erweitert. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Löschwasserversorgung zu verbessern. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,7 Millionen Euro, etwa 367.000 Euro kommen vom Bund.
Maßnahmen für Flüsse und Ökologie
Auch ökologische Projekte werden berücksichtigt. Für die Verbesserung von Fließgewässern in Vorarlberg stehen rund 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Euro sollen umgesetzt werden.
Unter anderem ist an der Leiblach geplant, bestehende Querbauwerke umzubauen, damit Fische die Gewässer wieder besser durchwandern können. Der Bund übernimmt dabei einen Großteil der Kosten.








Hochwasserschutz bleibt Thema
Ein weiterer Teil der Förderungen fließt in den Schutz vor Hochwasser. Drei Projekte in Vorarlberg erhalten zusammen rund 380.000 Euro, wodurch Investitionen von etwa 540.000 Euro ermöglicht werden.
Ein Beispiel ist die Schwarzach: Dort werden bestehende Dämme instand gesetzt und abgedichtet, um den Hochwasserschutz zu verbessern. Die Kosten dafür betragen rund 240.000 Euro, wovon 80.000 Euro vom Bund getragen werden.
Investitionen mit breiter Wirkung
Österreichweit entfallen laut Ministerium 78 Millionen Euro auf Trinkwasser- und Abwasserprojekte, 39,4 Millionen auf Hochwasserschutz und 23,4 Millionen auf ökologische Maßnahmen. Insgesamt sollen dadurch Investitionen von rund 566 Millionen Euro ausgelöst und etwa 10.000 Arbeitsplätze gesichert werden.
Die Förderentscheidungen wurden von der zuständigen Kommission Wasserwirtschaft am 30. April getroffen.
(VOL.AT)