Wenn am Mittwochabend (19 Uhr) der FC Dornbirn den FC Wacker Innsbruck auf der Birkenwiese empfängt, geht es nicht nur um Punkte im Regionalliga-West-Spitzenspiel. Nach den Vorfällen beim vergangenen Auftritt der Innsbrucker in Altach richtet sich der Fokus im Vorfeld auch auf die Sicherheitslage rund um die Partie.
Sensibilisiert nach Ausschreitungen
Die Erinnerungen an den 15. November des Vorjahres sind noch präsent: Damals war es nach dem Spiel der Altach Juniors gegen Wacker Innsbruck (2:2) zu teils massiven Ausschreitungen gekommen – inklusive Platzsturm, Angriffen auf Fans und einem größeren Polizeieinsatz. Szenen, die auch in der Messestadt nicht unbeachtet geblieben sind.
"Natürlich sind wir als Verein und insbesondere auch die Exekutive nach den Vorfällen vor wenigen Monaten in Altach entsprechend sensibilisiert", erklärt FCD-Obmann Gerhard Ölz im Gespräch mit VOL.AT. Gleichzeitig betont er, dass man die Situation differenziert betrachte und keine generelle Alarmstimmung herrsche.
Klare Trennung, enge Abstimmung
Rund 1.000 Zuschauer werden auf der Birkenwiese erwartet, darunter etwa 300 Fans aus Innsbruck. Diese sollen kontrolliert und strukturiert ins Stadion geführt werden. "Die Gästefans werden über einen separaten Eingang ins Stadion geführt, in einem eigenen Sektor untergebracht und auch mit einer eigenen Verpflegungszone versorgt", so Ölz.
Diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. "Wir stehen im engen Austausch mit dem Gastverein sowie den zuständigen Behörden", sagt der 65-Jährige. Ein erhöhtes Risiko wird nicht prognostiziert, auch weil die Rahmenbedingungen als vergleichsweise günstig eingeschätzt werden: ein Spiel unter der Woche, eine überschaubare Anzahl an Gästefans und eine Freundschaft zwischen den beiden Vereinen.
"Zwischen den Vereinen besteht ein gutes Verhältnis, Probleme hat es in der Vergangenheit nicht gegeben", betont Ölz. Sein Wunsch: "ein spannendes Topspiel, bei dem der sportliche Wettkampf um die drei Punkte im Mittelpunkt steht – ohne Nebengeräusche".
Polizei hält sich bedeckt
Auch die Landespolizeidirektion Vorarlberg bereitet sich wie üblich mit einer Risikoanalyse auf die Partie vor. In diese fließen unter anderem Erfahrungswerte aus vergleichbaren Spielen sowie aktuelle Erkenntnisse ein. Die Einschätzung der Sicherheitslage erfolgt dabei laufend und wird während des gesamten Einsatzes kontinuierlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zu konkreten Maßnahmen oder zur Einsatzstärke wollte man sich auf Anfrage von VOL.AT aus einsatztaktischen Gründen nicht äußern. Der Kräfteeinsatz richte sich stets nach der aktuellen Lageeinschätzung, heißt es vonseiten der Polizei.
Klar ist jedoch: Die Exekutive wird vor Ort sein, gemeinsam mit der Stadtpolizei soll ein geordneter Ablauf gewährleistet werden.
(VOL.AT)