Prozess gegen Montafoner Hoteliers wegen Corona-Förderungen verschoben
Am Mittwoch sollte am Landesgericht Feldkirch ein aufsehenerregender Strafprozess rund um zwei Hotelbetriebe im Montafon beginnen. Im Zentrum stehen laut ORF mutmaßlich falsche Angaben bei Corona-Förderungen sowie eine Millioneninsolvenz.
Zwei Hotels insolvent – Forderungen bei 13 Millionen Euro
Konkret betrifft der Fall ein Hotel in St. Gallenkirch sowie einen Betrieb in Gaschurn. Über beide Unternehmen wurde im Jahr 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnet.
Die offenen Forderungen belaufen sich laut Anklage auf rund 13 Millionen Euro. Die wirtschaftliche Schieflage hat nun auch strafrechtliche Konsequenzen für die ehemaligen Geschäftsführer.
Vorwurf: Falsche Angaben bei Covid-Förderung
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, Ende 2020 im Zuge eines Antrags auf Lockdown-Umsatzersatz falsche Angaben gemacht zu haben.
Dadurch soll die Republik Österreich um insgesamt 794.122 Euro geschädigt worden sein.
Weitere Vorwürfe: 1,6 Millionen Euro beiseitegeschafft
Zusätzlich steht der Verdacht im Raum, dass zwischen 2020 und 2024 Vermögenswerte in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro beiseitegeschafft wurden.
Laut Anklage soll dadurch verhindert worden sein, dass Gläubiger auf diese Mittel zugreifen können.
Schwere Delikte – hohe Haftstrafen möglich
Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten mehrere Delikte zur Last, darunter: Betrug, schwerer Betrug und betrügerische Krida.
Aufgrund der hohen Schadenssummen drohen im Fall einer Verurteilung Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren.
Prozess verschoben
Die Verhandlung vor dem Schöffengericht konnte nicht stattfinden, da einer der Angeklagten kurzfristig erkrankt ist. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.
Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für beide Angeklagte die Unschuldsvermutung.
(VOL.AT)