Es ist das Ende einer Ära im Dornbirner Basketball: Die Raiffeisen Dornbirn Lions ziehen ihre Nennung für die zweite Bundesliga zurück. Nach rund 30 Jahren auf nationaler Bühne verabschiedet sich der Verein damit aus dem Profibetrieb.
Dem Schritt ging laut Vereinsangaben ein längerer Entscheidungsprozess voraus. Ausschlaggebend sei vor allem die personelle Entwicklung der vergangenen Jahre gewesen. "In den letzten drei Jahren haben die Löwen über zehn Eigenbauspieler aufgrund ihrer Ausbildung verloren", heißt es in der Mitteilung des Vereins.
Hoher Aufwand
Diese Entwicklung werde sich auch in der kommenden Saison fortsetzen. Damit sei es nicht mehr möglich, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen, die überwiegend auf eigenen Spielern basiert. Gerade dieser Ansatz war bisher ein zentraler Bestandteil der Vereinsphilosophie.
Die zweite Bundesliga sei zudem mit einem hohen personellen und organisatorischen Aufwand verbunden. Unter den aktuellen Voraussetzungen könne dieser nicht mehr bewältigt werden.
Fokus rückt auf die Jugend
Der Rückzug bedeutet jedoch kein Ende des Basketballs in Dornbirn. Vielmehr will der Verein seine Kräfte künftig stärker bündeln. Der Fokus soll verstärkt auf die Ausbildung im Nachwuchs gelegt werden.
Alle Jugendmannschaften bleiben bestehen. Auch die Teams in der Superliga, darunter die Altersklassen U14, U16 und U19, sollen weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen.
Bedauern über den Schritt
Im Verein wird die Entscheidung mit Bedauern aufgenommen. Man sehe jedoch keine Möglichkeit mehr, den Fans in Dornbirn weiterhin Basketball auf Bundesliga-Niveau zu bieten.
Damit endet ein Kapitel, das den Sport in der Region über Jahrzehnte geprägt hat. Wie schnell eine Rückkehr möglich sein könnte, bleibt offen.
(VOL.AT)