Nächste Halle sorgt für Kopfschütteln
Während in Vorarlberg seit Jahren über fehlende und veraltete Sportstätten diskutiert wird, sorgt nun die nächste Halle für Kopfschütteln. Nach der jahrelangen Problematik in der Handballhalle auf dem Dornbirner Messegelände ist jetzt auch die Sporthalle Rieden in Bregenz von Wassereintritten betroffen.
Die Halle hat für den Sportstandort Bregenz eine zentrale Bedeutung. Sowohl die Volks- als auch die Mittelschule Rieden nutzen sie für den Unterricht. Gleichzeitig ist sie die Heimstätte von Bregenz Handball, Österreichs Rekordmeister im Handball.
Wasser dringt bei Starkregen ein
Wie die Stadt Bregenz auf Anfrage bestätigt, ist das Dach der Halle undicht. Betroffen ist ausgerechnet jener Bereich über der Sport- und Spielfläche.
Nach Angaben der Stadt beschränken sich die Wassereintritte auf kleinräumige Bereiche und treten nicht dauerhaft auf. Einschränkungen für den Schulbetrieb oder den Trainingsbetrieb habe es bislang keine gegeben. VOL.AT-Informationen zufolge hat es durchaus bereits Einschränkungen gegeben.
Ein konkretes Datum, seit wann die Schäden bekannt sind, nennt die Stadt nicht. Das Flachdach sei rund 20 Jahre alt. Bei vergleichbaren Konstruktionen würden erfahrungsgemäß bereits nach etwa zehn Jahren erste altersbedingte Schäden auftreten, die laufende Reparaturen notwendig machen, meinen die Zuständigen der Landeshauptstadt.
Dach bereits teilweise saniert
In den vergangenen Jahren wurden laut Stadt bereits einzelne Bereiche des Daches erneuert. Nun betrifft der Sanierungsbedarf den Abschnitt über der Sportfläche.
"Dort werden erforderliche Reparaturen laufend durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen", heißt es seitens der Stadt. Gleichzeitig räumt die Stadt ein, dass sich der betroffene Dachbereich mittlerweile in einem Zustand befindet, der eine umfassendere Sanierung erforderlich macht.
Deshalb wurde die Erneuerung des Dachabschnitts inzwischen in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen.
Kein Zeitplan, keine Kosten
Wann die eigentliche Sanierung beginnen soll, bleibt allerdings offen. Die Umsetzung stehe unter dem Vorbehalt politischer Beschlüsse, einen konkreten Zeitplan gebe es derzeit nicht.
Auch die Kosten können laut Stadt nicht beziffert werden. Die Ausgaben würden im Rahmen der laufenden Gebäudeinstandhaltung anfallen und seien nicht gesondert ausweisbar.
Sportinfrastruktur bleibt Dauerbaustelle
Der Fall reiht sich in eine Serie von Infrastrukturproblemen im Vorarlberger Sport ein. Erst im vergangenen Jahr wurde das Dach der Handballhalle im Dornbirner Messeareal saniert. Dort hatte es über Jahre hinweg immer wieder hineingetropft.
Die neuerlichen Probleme in Bregenz werfen damit erneut Fragen zum Zustand zahlreicher Sportstätten im Land auf. Während Vorarlbergs Sportinfrastruktur von politischer Seite regelmäßig positiv bewertet wird, zeigt sich in der Praxis vielerorts ein anderes Bild: Sanierungsbedürftige Hallen, aufgeschobene Investitionen und fehlende Zeitpläne sorgen immer wieder für Diskussionen.
Mit der Sporthalle Rieden ist nun die nächste wichtige Sportstätte auf der Liste jener Gebäude gelandet, bei denen der Zahn der Zeit zunehmend sichtbar wird. Wann die angekündigte Dachsanierung tatsächlich umgesetzt wird, ist derzeit noch offen.
(VOL.AT)