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Nach Hangrutsch: Schräg stehendes Haus in Hörbranz zieht weiter Blicke auf sich

Ein schräg stehendes Haus erinnert an den Hangrutsch.
Ein schräg stehendes Haus erinnert an den Hangrutsch. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
In Hörbranz sorgt ein sichtbar schief stehender Neubau weiter für Aufsehen. Nach dem Hangrutsch 2023 ist er unbewohnbar.

Haus sorgt weiter für Aufmerksamkeit

Ein Haus Richtung Hochreute zieht nach wie vor die Blicke auf sich: Es steht sichtbar schräg am Hang. Laut Nachbarn ist die Schräglage schon seit ungefähr einem Jahr so. Die Familie, die den Neubau bewohnt hat, komme immer wieder vorbei und schaue nach dem Rechten. Regelmäßig kommen laut ihnen Leute vorbei und machen erstaunt Fotos von der Schräglage.

Hier sieht man den Weg in Richtung Hochreute. Links im Bild das schräge Haus. ©VOL.AT/Mayer

Bereits im Frühjahr 2023 erschütterte der Hörbranzer Hangrutsch ganz Vorarlberg. Der Hang musste gesichert werden, eine langwierige Angelegenheit. Häuser wurden unbewohnbar und mussten teilweise abgerissen werden. Die betroffenen Familien erhielten eine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds: Insgesamt stellt das Land 1,1 Millionen Euro für Ersatzgrundstücke bereit. In der Regel werden 50 Prozent der Kosten übernommen, in Härtefällen bis zu 75 Prozent.

Abbruch läuft laut Bürgermeister

Laut Bürgermeister Andreas Kresser steht das Haus nicht erst seit Kurzem so schräg. "Im letzten Jahr hat sich hier nichts mehr bewegt. Das ist schon lange so", gibt er gegenüber VOL.AT zu verstehen.

Bürgermeister Andreas Kresser bei einem Hangrutsch-Lokalaugenschein im Jahr 2023. ©Beate Rhomberg pauschal

Nach dem Hangrutsch wurde der Neubau unbewohnbar – ungefähr ein Jahr habe die Familie darin gewohnt: "Das Haus war nicht mehr bewohnbar. Im Ganzen hat es sich geneigt. Es war nicht mehr zu retten. Sie sind direkt nach dem Hangrutsch ausgezogen." Die Familie habe auch Unterstützung erhalten und sei mittlerweile in einem neuen Zuhause untergekommen.

Ein Foto vom Februar 2024 zeigt das Hangrutsch-Gebiet samt dem Haus. ©vmh
Das Haus steht sichtbar schräg. Es soll abgerissen werden. ©VOL.AT/Mayer

Das Haus soll nicht schräg so stehen bleiben, wie das Gemeindeoberhaupt zu verstehen gibt. "Der Abbruch läuft auch bereits. Die Fenster wurden schon entfernt", weiß Kresser.

Der Blick von gegenüber in Richtung Hangrutsch und Haus. ©VOL.AT/Mayer

"Es hat sich lange Zeit alles bewegt"

Andreas Kresser ist der Hangrutsch im April 2023 nur zu gut in Erinnerung. "Danach war es ein schleichender Prozess", meint er. Der Hang habe sich in Bewegung gesetzt und sei erst im Dezember 2023 langsam zum Stillstand gekommen. "Es hat sich lange Zeit alles bewegt."

Auch jetzt gebe es teilweise noch Bewegung im Hang, gibt Kresser zu verstehen. "Aber eher Richtung Bachseite und nicht mehr allzu stark und auf die Siedlung zu", betont er. Man habe es recht gut in den Griff bekommen.

Das Haus wurde durch den Hangrutsch unbewohnbar. ©VOL.AT/Mayer
Eine Nahaufnahme zeigt das Ausmaß der Schräglage. ©VOL.AT/Mayer

(VOL.AT)

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