Nach Hangrutsch: Schräg stehendes Haus in Hörbranz zieht weiter Blicke auf sich
Haus sorgt weiter für Aufmerksamkeit
Ein Haus Richtung Hochreute zieht nach wie vor die Blicke auf sich: Es steht sichtbar schräg am Hang. Laut Nachbarn ist die Schräglage schon seit ungefähr einem Jahr so. Die Familie, die den Neubau bewohnt hat, komme immer wieder vorbei und schaue nach dem Rechten. Regelmäßig kommen laut ihnen Leute vorbei und machen erstaunt Fotos von der Schräglage.
Bereits im Frühjahr 2023 erschütterte der Hörbranzer Hangrutsch ganz Vorarlberg. Der Hang musste gesichert werden, eine langwierige Angelegenheit. Häuser wurden unbewohnbar und mussten teilweise abgerissen werden. Die betroffenen Familien erhielten eine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds: Insgesamt stellt das Land 1,1 Millionen Euro für Ersatzgrundstücke bereit. In der Regel werden 50 Prozent der Kosten übernommen, in Härtefällen bis zu 75 Prozent.
Abbruch läuft laut Bürgermeister
Laut Bürgermeister Andreas Kresser steht das Haus nicht erst seit Kurzem so schräg. "Im letzten Jahr hat sich hier nichts mehr bewegt. Das ist schon lange so", gibt er gegenüber VOL.AT zu verstehen.
Nach dem Hangrutsch wurde der Neubau unbewohnbar – ungefähr ein Jahr habe die Familie darin gewohnt: "Das Haus war nicht mehr bewohnbar. Im Ganzen hat es sich geneigt. Es war nicht mehr zu retten. Sie sind direkt nach dem Hangrutsch ausgezogen." Die Familie habe auch Unterstützung erhalten und sei mittlerweile in einem neuen Zuhause untergekommen.
Das Haus soll nicht schräg so stehen bleiben, wie das Gemeindeoberhaupt zu verstehen gibt. "Der Abbruch läuft auch bereits. Die Fenster wurden schon entfernt", weiß Kresser.
"Es hat sich lange Zeit alles bewegt"
Andreas Kresser ist der Hangrutsch im April 2023 nur zu gut in Erinnerung. "Danach war es ein schleichender Prozess", meint er. Der Hang habe sich in Bewegung gesetzt und sei erst im Dezember 2023 langsam zum Stillstand gekommen. "Es hat sich lange Zeit alles bewegt."
Auch jetzt gebe es teilweise noch Bewegung im Hang, gibt Kresser zu verstehen. "Aber eher Richtung Bachseite und nicht mehr allzu stark und auf die Siedlung zu", betont er. Man habe es recht gut in den Griff bekommen.
(VOL.AT)