AA

Nach massivem Widerstand gegen Deponie-Pläne in Gurtis: Unternehmer reagiert

Die Diskussion um die geplante Deponie in Gurtis spitzte sich am Donnerstag beim Informationsabend der Gemeinde zu. Am Ende stand eine Entscheidung, mit der viele im Saal nicht gerechnet hatten.

Der Veranstaltungsraum im Gurtiser Lädele war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele mussten stehen. Das Interesse war groß, die Erwartungen ebenso. Zahlreiche Bürger wollten wissen, welche Folgen die geplante Bodenaushubdeponie für ihren Ort hätte – und brachten ihre Bedenken deutlich vor. Die Diskussion verlief überwiegend sachlich, die Anspannung war dennoch spürbar. Immer wieder fiel dabei ein zentrales Argument: Gurtis müsse als ruhiger Wohn- und Naherholungsort erhalten bleiben.

Heftiger Wortwechsel zu Beginn

Schon zu Beginn des Abends wurden die Fronten sichtbar: Zwischen Ortsvorsteher Christoph Seeberger und Antragsteller Andreas Tantscher kam es zu einem deutlichen Wortwechsel. Dabei prallten unterschiedliche Sichtweisen zur Standortwahl und zu den Auswirkungen des Projekts unmittelbar aufeinander. In der Folge entwickelte sich eine intensive Diskussion, an der sich zahlreiche Bürger beteiligten.

Emotionale Wortmeldungen aus der Bevölkerung

Zahlreiche betroffene Bürger schilderten ihre persönliche Sicht auf das Projekt. Besonders kritisch wurde der erwartete zusätzliche Schwerverkehr durch das Siedlungsgebiet thematisiert. Die Wortmeldungen waren engagiert, teils emotional, insgesamt jedoch überwiegend sachlich. Im Laufe des Abends wurde Andreas Tantscher zudem eine Petition gegen das Vorhaben überreicht – inzwischen unterstützt von rund 1.400 Unterzeichnern.

Dier Location platzte an diesem Abend aus allen Nähten. ©Seeberger/VOL.AT

Applaus nach überraschender Ankündigung

Kurz vor dem Ende des Abends kam es schließlich zur entscheidenden Wendung: Erdbauunternehmer Andreas Tantscher kündigte vor den versammelten Bürgern an, seinen Antrag für die geplante Bodenaushubdeponie in Gurtis zurückzuziehen. Die Ankündigung wurde mit kräftigem Applaus aufgenommen.

Unternehmer wirbt um Verständnis

Zugleich machte der Unternehmer deutlich, dass eine Bodenaushubdeponie für den Fortbestand seines Betriebs entscheidend sei. Er verwies darauf, wie lange er bereits nach einem geeigneten Standort suche, und bat die Bevölkerung um Unterstützung bei einer alternativen Lösung. Mehrere Teilnehmer signalisierten grundsätzlich Bereitschaft, konstruktiv mitzudenken.

(VOL.AT)

  • ADMIN AT
  • Vorarlberg
  • Nach massivem Widerstand gegen Deponie-Pläne in Gurtis: Unternehmer reagiert