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Nach Pensionierung: Pathologie am LKH Feldkirch bekommt neue Leitung

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Primar Felix Offner, Leiter des Instituts für Pathologie am LKH Feldkirch, tritt im Herbst in den Ruhestand.
Primar Felix Offner, Leiter des Instituts für Pathologie am LKH Feldkirch, tritt im Herbst in den Ruhestand. ©Jens Ellensohn Fotografie; VOL.AT/Rausch

Am LKH Feldkirch gibt es einen Wechsel an der Spitze der Pathologie. Der Bereich ist wichtig für Krebsdiagnosen und die Abklärung vieler Erkrankungen.

Wenn Felix Offner Ende September in den Ruhestand tritt, kann er auf eine beachtliche Karriere zurückblicken: Der gebürtige Salzburger leitete 26 Jahre lang das Institut für Pathologie am Landeskrankenhaus Feldkirch (LKH). Es ist das einzige Institut dieser Art in Vorarlberg.

Von außen kaum sichtbar, im Klinikalltag aber zentral: Die Pathologie am LKH Feldkirch bekommt eine neue Leitung.
Von außen kaum sichtbar, im Klinikalltag aber zentral: Die Pathologie am LKH Feldkirch bekommt eine neue Leitung. ©VOL.AT/Rausch

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Offner zum Universitätsprofessor ernannt. Er war an mehreren Universitäten im In- und Ausland tätig, veröffentlichte mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten und machte sich vor allem auf dem Gebiet der Molekularpathologie international einen Namen.

Seit 2000 leitet Felix Offner das Institut für Pathologie am LKH Feldkirch.
Seit 2000 leitet Felix Offner das Institut für Pathologie am LKH Feldkirch. ©Lisa und Dietmar Mathis Fotografenmeister

Wer Offner nachfolgen wird, steht noch nicht fest. Derzeit laufen die finalen Verhandlungen mit dem künftigen Institutsleiter, heißt es auf Anfrage von der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft (KHBG). Fest steht: Mit 1. Oktober übernimmt die neue Führung die Funktion.

Erkennen von Krankheiten

Die Pathologie ist ein wichtiger Bereich der Medizin: Fachärzte erkennen Krankheiten und ihre Ursachen mittels Gewebeproben und Zellen. Auf dieser Grundlage entscheiden dann weitere Ärzte, wie der Patient behandelt wird.

In Feldkirch werden unter anderem medizinisch-mikrobiologische, zytologische und krankenhaushygienische Untersuchungen sowie klinische Autopsien durchgeführt. Insgesamt 80 Mitarbeiter untersuchen am Institut für Pathologie in Feldkirch jährlich die Proben von rund 100.000 Patienten.

80 Mitarbeiter der Pathologie am LKH Feldkirch untersuchen jährlich die Proben von rund 100.000 Patienten.
80 Mitarbeiter der Pathologie am LKH Feldkirch untersuchen jährlich die Proben von rund 100.000 Patienten. ©VOL.AT/Rausch

"Massive Strukturprobleme"

Wie berichtet, warnte kürzlich die Österreichische Ärztekammer vor "massiven Strukturproblemen" in der Pathologie. Auch diesem Berufszweig droht eine Pensionierungswelle. Aktuell arbeiten in Österreich 365 Ärztinnen und Ärzte in dem Fachgebiet. 62 davon, also etwa 17 Prozent, sind zwischen 60 und 65, weitere 60 sind über 65 Jahre alt.

In Vorarlberg ist die Lage laut KHBG derzeit zufriedenstellend: "Der offizielle Stellenplan ist derzeit erfüllt, alle Stellen sind besetzt." Nichtsdestotrotz gibt es momentan schwierige Aufgaben.

Eine große Herausforderung liege in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Teams, also in der erfolgreichen Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte, insbesondere im fachärztlichen Bereich, und in der Bewältigung der steigenden Anforderungen an die Molekularpathologie.

Die Pathologie am LKH Feldkirch steht vor großen Herausforderungen.
Die Pathologie am LKH Feldkirch steht vor großen Herausforderungen. ©VOL.AT/Rausch

Um die hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Patientenversorgung zu sichern, seien laufend gezielte Investitionen in moderne Technologien erforderlich. "Insbesondere in die Automatisierung der Mikrobiologie und Histologie sowie in die Digitalisierung der Prozesse sowie in KI-gestützte Expertensysteme."

In Vorarlberg sei das Fachgebiet vor allem deshalb attraktiv, da die Digitalisierung im österreichweiten Vergleich weit fortgeschritten ist. Dadurch würden viele Arbeitsabläufe erleichtert. Ein weiterer wichtiger Faktor seien die guten Arbeitszeitbedingungen, da in der Pathologie beispielsweise keine Nachtdienste anfallen.

Um Nachwuchs für die Pathologie zu gewinnen, wird der Bereich aktiv beworben. Pathologen sind regelmäßig bei Ausbildungsmessen an Universitäten vertreten, um Medizinstudenten und Absolventen den Beruf näherzubringen.

(VOL.AT/Rausch)

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