Nächste Sensation in Paris - Djokovic ist raus
Novak Djokovic hat sein Drittrunden-Match in Paris beim zweiten Major-Turnier des Jahres gegen den Brasilianer JoãoFonseca - die Nummer 28 des Turniers - nach einer Zweisatz-Führung noch in fünf Sätzen mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7 und 5:7 verloren.
Youngster schwärmt: "Was für ein Vergnügen"
Er habe "eigentlich nicht" damit gerechnet, sagte Fonseca hinterher ehrlich: "Ich habe es nur genossen, was für ein Vergnügen war das." Er sei "einfach nur sehr glücklich". Der 19-jährige Fonseca, der das Match nervenstark mit drei Assen in Serie beendete, ist der erste Teenager überhaupt, der Djokovic auf der Grand-Slam-Bühne schlagen konnte.
Djokovic muss für seinen Traum vom 25. Grand-Slam-Triumph einen neuen Anlauf nehmen. Vor 17 Jahren war er letztmals bereits in der dritten Runde in Roland Garros ausgeschieden.
Zwei Sätze top - dann begann der Kampf
In den ersten beiden Sätzen spielte Djokovic auf dem Court Philippe Chatrier überzeugend, ehe Fonseca mutiger wurde und den Altmeister mehr ins Laufen brachte. Der dreimalige French-Open-Gewinner musste bei 30 Grad kämpfen. Mit der Hitze, dem Gegner, den vielen brasilianischen Fans auf der Tribüne - und auch seinem Körper. Er atmete nach längeren Ballwechseln schwer und ging oft in die Hocke.
Nach dem verlorenen vierten Satz verschwand Djokovic für eine Toilettenpause in die Kabine. Etwas erholt holte sich der Favorit das Break zum 3:1, doch das konnte er im anschließenden Aufschlagspiel nicht bestätigen. Djokovic konzentrierte sich fortan vor allem auf seine Aufschlagspiele, die er aus Kraftgründen möglichst kurz halten wollte. Aber dem spielfreudigen Fonseca gelang das entscheidende Break zum 6:5. In den Tiebreak konnte sich Djokovic nicht mehr retten.
Ärger mit Kameramann: "Um Gottes willen"
Verärgert war Djokovic unmittelbar nach dem Gewinn des zweiten Satzes, als sich ihm seiner Meinung nach ein Kameramann zu sehr genähert hatte. "Kannst du etwas dichter in mein Gesicht kommen?", blaffte ihn der Serbe an: "Um Gottes willen, mach' ein bisschen Platz."
(VOL.AT/dpa)