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Neue EU-Regel: Laptops künftig ohne Netzteil

Neue EU-Regelung: Laptops müssen künftig über USB-C geladen werden und werden oft ohne Netzteil verkauft.
Neue EU-Regelung: Laptops müssen künftig über USB-C geladen werden und werden oft ohne Netzteil verkauft. ©CANVA (Symbolbild)
Einheitlicher USB-C-Standard soll Kabel-Chaos beenden – doch Nutzer müssen genau hinschauen.

Mit einer neuen EU-Vorgabe werden Laptops künftig einheitlich über USB-C geladen. Gleichzeitig entfällt oft das Netzteil im Lieferumfang. Was das für Verbraucher bedeutet – und wo weiterhin Stolperfallen lauern.

Einheitlicher Anschluss für alle Geräte

Nach Smartphones und kleineren Elektrogeräten trifft es nun auch Laptops: In der Europäischen Union gilt ab sofort die Pflicht zum standardisierten USB-C-Ladeanschluss. Damit endet eine jahrelange Übergangsphase zur Umsetzung der entsprechenden Richtlinie.

Bislang setzten viele Hersteller – vor allem bei leistungsstarken Gaming-Laptops und Workstations – auf eigene Ladeanschlüsse. Diese waren oft nicht kompatibel mit Geräten anderer Marken. Proprietäre Rundstecker oder spezielle eckige Formate zwangen Nutzer dazu, stets das passende Originalnetzteil mitzunehmen.

Mit der neuen Regelung ist damit Schluss: Alle tragbaren Computer mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 240 Watt müssen künftig über USB-C geladen werden können.

Weniger Netzteile im Umlauf

Ein weiterer zentraler Punkt der EU-Vorgabe: Hersteller sind nun verpflichtet, ihre Laptops auch ohne Netzteil anzubieten. Ob ein Ladegerät im Lieferumfang enthalten ist, zeigt künftig ein eigenes Piktogramm auf der Verpackung.

Ziel dahinter ist klar: In europäischen Haushalten sollen sich nicht unnötig viele Netzteile ansammeln. Stattdessen sollen vorhandene USB-C-Ladegeräte mehrfach genutzt werden können.

Vorsicht bei der Kabelwahl

Trotz einheitlichem Anschluss bleibt ein Problem bestehen: USB-C ist nicht gleich USB-C. Denn auch wenn der Stecker mechanisch immer passt, unterscheiden sich die Kabel deutlich in ihrer Leistungsfähigkeit.

Ein einfaches Smartphone-Kabel überträgt oft nur 15 bis 27 Watt. Für viele moderne Laptops reicht das nicht aus – sie benötigen in der Regel zwischen 65 und 100 Watt, teilweise sogar mehr. Wird ein ungeeignetes Kabel verwendet, kann es passieren, dass das Gerät gar nicht lädt oder nur sehr langsam.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Kauf auf die Kennzeichnung "Power Delivery" (USB-PD) achten. Ebenso entscheidend ist die angegebene Wattzahl, etwa 100 W oder 240 W. Nur entsprechend zertifizierte Kabel gewährleisten eine sichere und vollständige Stromversorgung.

(VOL.AT)

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