Dazu zählen unter anderem die Bereitstellung von Trinkwasser, Beschattungsmöglichkeiten, angepasste Arbeitszeiten sowie geeignete Schutzkleidung. Laut einem ORF-Bericht gibt es bei der Umsetzung jedoch praktische Hürden.
Kontrolle der Maßnahmen gefordert
Ob die Vorgaben eingehalten werden, soll das Arbeitsinspektorat kontrollieren. Der Vorarlberger ÖGB-Landesvorsitzende Reinhard Stemmer sieht dabei allerdings Verbesserungsbedarf.
"Das Personal dort ist mager ausgestattet", sagte Stemmer laut ORF. Er spricht sich für eine personelle Aufstockung aus, damit die Einhaltung der Maßnahmen ausreichend kontrolliert werden könne.
Umsetzung auf Baustellen nicht immer einfach
In der Praxis seien manche Vorgaben nur schwer umzusetzen, erklärte Matthias Würbel, Sachverständiger für Arbeitnehmerschutz, gegenüber dem ORF. "Dann haben wir wieder die Problematik mit dem Hut oder Sonnenschutz, Nackenschutz, kombiniert mit der Bauhelmpflicht. Das ist alles noch nicht so einfach", sagte Würbel. Zudem seien die Preise für persönliche Schutzausrüstung derzeit hoch. Er hoffe auf kostengünstigere Lösungen am Markt.
Auch die Verlagerung von Arbeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden sei nicht immer praktikabel. "Ich weiß nicht, ob die Nachbarn von den Baustellen so erfreut sind, wenn die Bauarbeiter schon am Morgen um 4 Uhr mit ihren Tätigkeiten beginnen", sagte Würbel im ORF-Interview.
Gewerkschaft drängt auf Ausweitung
Grundsätzlich wird die neue Verordnung laut ORF von Experten positiv bewertet. Die Gewerkschaft setzt sich darüber hinaus für eine Ausweitung der Regelungen ein.
"Wir sind noch dran, dass wir für Innenhallen, große Werkshallen, teilweise auch Pflegeheime und Schulen die Hitzeverordnung durchbringen", sagte Stemmer laut Bericht. Ob sich die neue Hitzeschutzverordnung in der Praxis bewährt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
(VOL.AT)