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Neue Vorschriften bei der Lufthansa: Das müssen Reisende wissen

Ab sofort dürfen bei Lufthansa und ihren Partner-Airlines keine Powerbanks mehr an Bord genutzt werden.
Ab sofort dürfen bei Lufthansa und ihren Partner-Airlines keine Powerbanks mehr an Bord genutzt werden. ©APA
Mit der neuen Regelung will der Konzern Sicherheitsrisiken vorbeugen – denn der Umgang mit den Akkus gilt zunehmend als potenziell gefährlich.

Wer mit Lufthansa oder einer ihrer Tochtergesellschaften fliegt, muss ab sofort auf das mobile Laden im Flugzeug verzichten. Seit dem 15. Januar 2026 ist die Nutzung von Powerbanks an Bord untersagt – unabhängig davon, ob damit Smartphones, Laptops oder Tablets betrieben werden.

Mitgeführt werden dürfen die tragbaren Energiespeicher weiterhin, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: Powerbanks mit einer Kapazität bis zu 100 Wattstunden sind im Handgepäck erlaubt. Geräte, die diese Grenze überschreiten, benötigen die ausdrückliche Genehmigung der Airline. Im aufgegebenen Gepäck sind Powerbanks – wie schon bisher – weltweit verboten.

Wo Powerbanks noch erlaubt sind – und wo nicht

Die neuen Bestimmungen gelten nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Aufbewahrung der Geräte: Powerbanks dürfen während des Fluges nicht mehr in die Gepäckfächer über den Sitzen gelegt werden. Erlaubt ist lediglich die Aufbewahrung in der Vordersitz-Tasche, im Handgepäck unter dem Sitz oder direkt am Körper. An Bordsteckdosen oder USB-Anschlüsse dürfen die Akkus ebenfalls nicht mehr angeschlossen werden – Ausnahmen gibt es nur für medizinisch notwendige Geräte.

Konzernweite Umsetzung

Die Regelung gilt konzernweit – also nicht nur bei Lufthansa selbst, sondern auch bei Eurowings, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Discover Airlines, Edelweiss und Air Dolomiti.

Lufthansa folgt damit dem Beispiel anderer Fluggesellschaften. So hat Emirates bereits im Oktober 2025 ein generelles Powerbank-Verbot an Bord eingeführt. In Asien und Australien sind ähnliche Regeln längst üblich: Singapore Airlines, Thai Airways oder Qantas verbieten die Nutzung ebenso – teilweise müssen Akkus sogar sichtbar bei der Person getragen werden.

Was Passagiere nun beachten sollten

Reisende sind gut beraten, ihre Mobilgeräte vor dem Abflug vollständig aufzuladen. Wer während des Fluges auf Strom angewiesen ist, sollte sich vorab informieren, ob und welche Steckdosen oder USB-Anschlüsse an Bord verfügbar sind. Diese dürfen nach wie vor genutzt werden – solange keine Powerbank dazwischengeschaltet ist.

Wer sich unsicher ist, sollte unbedingt einen Blick auf die Webseite der jeweiligen Airline werfen. Denn nicht überall gelten die gleichen Bestimmungen, auch wenn der Trend in Richtung strenger Sicherheitsmaßnahmen geht.

Sicherheitsrisiken durch Überhitzung

Der Grund für die verschärften Maßnahmen liegt in der wachsenden Zahl an Zwischenfällen mit Powerbanks. Erst kürzlich wurden weltweit mehrere Modelle wegen Überhitzungsgefahr zurückgerufen – darunter auch Produkte des bekannten Herstellers Anker. Die Geräte können sich im schlimmsten Fall entzünden – ein Risiko, das an Bord eines Flugzeugs fatale Folgen haben könnte.

(VOL.AT)

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