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Neues Gipfelkreuz auf der Gurtisspitze feierlich eingeweiht

Das neue Gipfelkreuz auf der Gurtisspitze wurde Ende Mai montiert.
Das neue Gipfelkreuz auf der Gurtisspitze wurde Ende Mai montiert. ©Feuerwehr Gurtis
Die Feuerwehr Gurtis hat das Gipfelkreuz auf der 1.778 Meter hohen Gurtisspitze erneuert. Nach aufwendigen Transportarbeiten Ende Mai wurde das neue Kreuz am Sonntag eingeweiht. Es ersetzt das bisherige Gipfelkreuz aus dem Jahr 1958.

Nach fast sieben Jahrzehnten hat die Gurtisspitze im Walgau ein neues Wahrzeichen erhalten. Die Ortsfeuerwehr Gurtis tauschte das Gipfelkreuz auf dem 1.778 Meter hohen Hausberg Ende Mai aus und weihte es am Sonntag feierlich ein. Das bisherige Kreuz aus dem Jahr 1958 war in die Jahre gekommen und wurde durch eine neue Konstruktion ersetzt.

Kraftakt für die Feuerwehr

Der Austausch erforderte viel Einsatz und Teamarbeit. Wie Jakob Seeberger von der Ortsfeuerwehr Gurtis gegenüber dem ORF Vorarlberg erklärte, wurden Fundament, Sockel und Holzteile an zwei separaten Arbeitstagen auf den Gipfel transportiert: Erst das Fundament mit dem schweren Sockel, dann die Holzteile. Die Arbeiten seien körperlich fordernd gewesen, hätten aber zugleich den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr gestärkt.

Austausch mit Alpenverein abgestimmt

Bevor die Arbeiten begannen, suchte die Feuerwehr das Gespräch mit dem Alpenverein. Laut Feuerwehrkommandant Bernhard Geiger gelten bei Gipfelkreuzen bestimmte Traditionen und Vorgaben.

Man dürfe kein neues Kreuz errichten, sondern nur ein bestehendes Kreuz austauschen, erklärt Geiger im ORF-Interview. Die Tradition gebe zudem vor, dass man mit den Errichtern des ursprünglichen Kreuzes Kontakt aufnehme.

Vier Stunden für einen einstündigen Aufstieg

Besonders herausfordernd war der Transport der schweren Bauteile auf den Berg. Für das größte Element benötigten die Helfer deutlich länger als gewöhnlich, um "um alle Kurven und Ecken zu kommen". Für den Transport des schwersten Teils habe man vier Stunden gebraucht - normalerweise dauert der Aufstieg gut eine Stunde, so Seeberger.

Kontakt zu den Erbauern von 1958

Auch die Geschichte des alten Gipfelkreuzes spielte bei dem Projekt eine wichtige Rolle. Die Feuerwehr recherchierte die Ursprünge des Kreuzes und nahm Kontakt zu den damaligen Errichtern auf.

Das Kreuz war 1958 von Mitgliedern des Jahrgangs 1933 aus Frastanz aufgestellt worden. Einer der Beteiligten lebe noch heute und sei ständig über Fortschritte informiert worden.

Mit der Einweihung endet ein besonderes Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur ein neues Gipfelkreuz hervorgebracht hat, sondern auch die Verbindung zwischen den Generationen sichtbar macht. Das alte Kreuz hat seinen Platz am Gipfel zwar abgegeben, seine Geschichte bleibt jedoch Teil der Gurtisspitze.

(VOL.AT)

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