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Neues Schutzkonzept soll Kinder im Sport besser schützen

Ein neues Kinderschutzkonzept von ASVÖ Vorarlberg und dem Vorarlberger Fußballverband soll Vereine unterstützen, Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Vorgestellt wurde es vor Funktionären und Trainern – mit klarer Botschaft: Sicherheit und Wohlbefinden haben oberste Priorität.

Mehr Sicherheit für den Nachwuchs im Verein

Der Sportverein ist für viele Kinder weit mehr als nur ein Trainingsort – er ist Treffpunkt, Rückzugsraum und oft ein zweites Zuhause. Genau hier setzt ein neues Kinderschutzkonzept an, das der ASVÖ Vorarlberg gemeinsam mit dem Vorarlberger Fußballverband erarbeitet hat. Ziel ist es, klare Leitlinien für den Umgang mit jungen Sportlerinnen und Sportlern zu schaffen und gleichzeitig Trainer sowie Funktionäre abzusichern.

Es gehe darum, auch kleineren Vereinen und Randsportarten ein Werkzeug an die Hand zu geben, erklärte Josef Lampert, Präsident des ASVÖ Vorarlberg. Ziel sei es, Strukturen zu schaffen, die allen Beteiligten Sicherheit geben.

Ganzheitlicher Ansatz im Kinderschutz

Auch alltägliche Situationen stehen im Mittelpunkt: Wie sprechen Trainer mit Kindern? Wo liegen Grenzen? Und wann wird Leistungsdruck zur Belastung?

"Es geht auch darum, wie Kinder behandelt werden“, betont Lampert. Überforderung oder zu hohe Erwartungen könnten ebenso problematisch sein. Letztlich solle der Spaß im Vordergrund stehen – auch, um zu verhindern, dass Jugendliche dem Sport frühzeitig den Rücken kehren.

Praktisch und flexibel aufgebaut

Vorgestellt wurde das sogenannte „Safe-Kids“-Schutzkonzept im Business Club des SCR Altach. Zahlreiche Vereinsvertreter nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.

Das Konzept sei umfangreich, gleichzeitig gebe es aber auch eine vereinfachte Version für Vereine. Diese sei bewusst einfach gehalten und könne je nach Bedarf genutzt werden. Es stehe online zur Verfügung und enthalte unter anderem Checklisten und Verhaltensregeln, so Simon Reis vom ASVÖ Vorarlberg.

Schutz auch für Trainer und Funktionäre

Ein zentraler Punkt: Das Konzept schützt nicht nur Kinder, sondern auch jene, die im Verein Verantwortung tragen. Klare Regeln sollen verhindern, dass unbeabsichtigt Grenzen überschritten werden.

Sensibilisierung als Schlüssel

Ein wesentlicher Ansatz liegt in der Bewusstseinsbildung. Wer sich mit Nähe und Distanz auseinandersetzt, könne viele problematische Situationen bereits im Vorfeld vermeiden.

Wenn man zum Beispiel nicht jeden einfach umarmen würde, weil man sich bewusst sei, dass es Menschen gibt, die das nicht so gerne mögen, komme es gar nicht erst zu Situationen, in denen sich jemand unwohl fühle. Dann müsse auch nichts bearbeitet werden, erklärte Nicole Böhler von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Vorarlberg.

Für kleine Grenzverletzungen sollen Vereine selbst Lösungen finden – etwa durch Vermittlungsgespräche.

Klare Zuständigkeiten im Verein

Ein weiterer Vorschlag: eigene Kinderschutzbeauftragte in den Vereinen. Diese sollen unter anderem darauf achten, dass Abläufe eingehalten und Themen regelmäßig angesprochen werden, sagte Andreas Kopf, Geschäftsführer Sport des Vorarlberger Fußballverbandes. „Diese Schutzbeauftragten können die Qualität des Kinderschutzes im Verein sichern.“

Große Verantwortung für tausende Kinder

Allein im Vorarlberger Fußballverband sein 67 Vereine mit rund 10.000 Kindern und Jugendlichen organisiert. Woche für Woche würden sie auf den Plätzen stehen. „Es geht darum, dass wir das sichern, dass wir das schützen, dass Kinder sicher sind im Verein und dass wir ihnen eine Athmosphäre und eine Umgebung bieten, die sicher ist", so Kopf.

Allein im Vorarlberger Fußballverband seien 67 Vereine mit rund 10.000 Kindern und Jugendlichen organisiert. Woche für Woche stünden sie auf den Plätzen. „Es geht darum, dass wir das sichern, dass wir das schützen, so Kopf.

Die Einführung des Schutzkonzepts wird daher als wichtiger erster Schritt gesehen. Ziel ist es, den Sportverein langfristig als sicheren Ort zu erhalten – für Kinder, Jugendliche und alle, die sich dort engagieren. (LÄNDLE.TV)

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