Am Taleingang des Montafons steht ein neues Symbol, an dem viele Menschen mitgewirkt haben. Doch ein zentraler Punkt bleibt trotz VOL.AT-Nachfrage offen und muss bis zur Eröffnung noch geklärt werden.
Nach jahrelanger Planung ist die neue Willkommenssäule am Taleingang des Montafons fertiggestellt. Offiziell präsentiert wird sie am 15. Juli 2026 in Lorüns. Schon jetzt ist das Bauwerk deutlich sichtbar.
Die Säule soll Gäste und Einheimische künftig bereits bei der Einfahrt ins Tal begrüßen. Zugleich soll sie für das stehen, was Montafon Tourismus als zentrale Werte des Tales beschreibt: Regionalität, Authentizität und Zusammenhalt.
VOL.AT hat sich die neue Willkommenssäule bereits vor der offiziellen Präsentation vor Ort angesehen und eins steht fest, das neue Landmark ist mehr als ein Dekorationselement am Straßenrand.
Steine aus allen Gemeinden
Der Wunsch nach einem gemeinsamen Willkommenszeichen besteht laut Montafon Tourismus schon seit Jahrzehnten. In den vergangenen Jahren wurde das Projekt konkreter.
Eine Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aller Tourismusgemeinden arbeitete an der Umsetzung. Davor waren behördliche Verfahren, öffentliche Präsentationen und zahlreiche Abstimmungen nötig. Eine besondere Rolle spielte die Bevölkerung. Einheimische und Gäste waren aufgerufen, persönliche Steine für die Säule beizusteuern.
Diese Steine sollten eine eigene Geschichte haben. Sie konnten etwa von einem besonderen Ort oder einem Weg mit persönlicher Erinnerung stammen. Zahlreiche Menschen folgten dem Aufruf. Natursteine aus allen zehn Montafoner Gemeinden wurden dauerhaft in die Säule integriert. Damit soll das Bauwerk auch zeigen, wie stark sich viele Menschen mit dem Tal verbunden fühlen.
Eine Montafonerin als Teil des Projekts
Eine von ihnen ist Ursula Brugger. Wie VOL.AT bereits berichtete, steuerte sie ebenfalls einen Stein zur neuen Willkommenssäule bei. Ihr Beitrag steht stellvertretend für viele Montafonerinnen und Montafoner. Sie machten ihre persönliche Verbindung zum Tal auf diese Weise sichtbar.
Gerade dieser Beteiligungsaspekt unterscheidet die Säule von einem klassischen Ortsschild. Sie soll nicht nur begrüßen, sondern auch Geschichten aus dem Tal bündeln.
Kostenfrage bleibt unbeantwortet
Offen bleibt weiterhin, wie viel die neue Willkommenssäule gekostet hat beziehungsweise mit welchem Budget das Projekt umgesetzt wurde. VOL.AT hat dazu bei Montafon Tourismus nachgefragt.
Eine konkrete Summe wurde bislang nicht genannt. Auf Anfrage hieß es, das Budget müsse zunächst intern erhoben beziehungsweise geklärt werden und könne frühestens kommende Woche bekannt gegen werden. Da das Bauwerk bereits fertiggestellt ist und die offizielle Präsentation bevorsteht, bleibt die Kostenfrage damit vorerst unbeantwortet.
Regionale Unternehmen waren beteiligt
Gestaltet wurde die Säule nach einem Konzept der Landschaftsarchitekten Bohlender und Lehne. Die finale Ausarbeitung übernahm das Montafoner Unternehmen Carpemedia.
Laut Montafon Tourismus fiel die Wahl bewusst auf eine Steinsäule. Sie soll an die drei markanten Gebirgszüge erinnern, die das Tal umgeben. Bei der Umsetzung wurden zudem regionale Unternehmen eingebunden. Das Projekt sollte dadurch rasch und mit möglichst geringen Verkehrsbehinderungen realisiert werden.
Mit der offiziellen Präsentation Mitte Juli bekommt das Montafon nun ein neues sichtbares Zeichen. Es soll Gäste willkommen heißen und zugleich den Zusammenhalt der Talschaft zeigen.
(VOL.AT)