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New York: Frau stürzt in offenen Gully und stirbt

Eine 56-Jährige ist in Manhattan in einen offenen Gully gestürzt und später im Spital gestorben.
Eine 56-Jährige ist in Manhattan in einen offenen Gully gestürzt und später im Spital gestorben. ©Symbolbild: Canva
Eine 56-Jährige ist in Manhattan in einen offenen Gully gestürzt und später im Spital gestorben. Ermittler prüfen, ob ein schwerer Lastwagen den Deckel kurz zuvor verschoben hat.

Eine Frau ist in New York bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Die 56-Jährige stürzte in der Nacht auf Dienstag, 19. Mai 2026, nahe der Fifth Avenue und der West 52nd Street in Manhattan in einen offenen Schacht. Der Unfall ereignete sich in der Nähe des Cartier-Geschäfts im viel besuchten Midtown-Viertel. Laut US-Medien fiel die Frau rund drei Meter tief und starb später im Spital.

Was in Manhattan passiert ist

Die Frau hatte ihr Fahrzeug am Straßenrand abgestellt und war ausgestiegen. Kurz darauf fiel sie in die ungesicherte Öffnung. Passantinnen und Passanten sowie Einsatzkräfte versuchten nach Medienberichten, der Frau zu helfen. Sie wurde schließlich aus dem Schacht geborgen und in ein Krankenhaus gebracht.

Der zuständige Energieversorger Con Edison bestätigte laut NBC New York, dass der Schachtdeckel nicht an seinem Platz lag. Das Unternehmen untersucht nun, wie es dazu kommen konnte.

Lastwagen könnte Deckel verschoben haben

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte ein schwerer Lastwagen den Gullydeckel kurz vor dem Unfall verschoben haben. Con Edison verwies laut NBC New York auf Überwachungsaufnahmen, die zeigen sollen, dass ein mehrachsiger Lkw etwa zwölf Minuten vor dem Eintreffen der Frau über den Bereich fuhr. Das Unternehmen bezeichnete solche Vorfälle als selten, betonte aber, dass schwere Fahrzeuge Schachtdeckel verschieben können.

Der Deckel wurde laut Medienberichten mehrere Meter von der Öffnung entfernt gefunden. Ob es zuvor Arbeiten an der Stelle gab oder weitere Sicherheitsfragen offen sind, ist Teil der laufenden Untersuchung.

Mehr als 700 Meldungen in diesem Jahr

Der Fall löst in New York eine Debatte über die Sicherheit von Gullydeckeln aus. Laut "Guardian" registrierte die Stadt im Jahr 2026 bereits mehr als 700 Serviceanfragen wegen fehlender Schachtabdeckungen. NBC New York berichtet zudem von 62 Beschwerden wegen fehlender Gullydeckel zwischen 1. und 17. Mai 2026; keine davon soll sich auf die Unfallstelle bezogen haben.

Die offiziellen NYC311-Regeln zeigen, wie ernst solche Fälle genommen werden: Eine ungeschützte Straßenöffnung, die einen Unfall verursachen könnte, soll über den Notruf 911 gemeldet werden. Fehlende Gullydeckel können ebenfalls gemeldet werden; die zuständige Umweltbehörde DEP soll solche Fälle binnen vier Stunden prüfen.

Was jetzt geprüft wird

Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, warum der Schacht offen war und ob der Deckel tatsächlich durch ein Fahrzeug verschoben wurde. Auch die Zuständigkeit für die Abdeckung spielt eine Rolle: Bei defekten oder lauten Gullydeckeln klärt die New Yorker Verkehrsbehörde laut NYC311, welche Behörde oder welches Versorgungsunternehmen verantwortlich ist.

Con Edison arbeitet nach eigenen Angaben weiter an der Aufklärung des Vorfalls. Die Behörden prüfen zudem die genaue Todesursache. Für die Familie der Frau bleibt der Unfall ein Schock – und für viele New Yorker eine bedrückende Frage: Wie konnte ein offener Schacht auf einer der bekanntesten Straßen der Stadt ungesichert bleiben?

(VOL.AT)

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