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Norwegens Verbandschefin will FIFA-Friedenspreis abschaffen

Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness.
Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness. ©APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA
Norwegens Fußball-Verbandspräsidentin Lise Klaveness fordert, den umstrittenen FIFA-Friedenspreis wieder abzuschaffen. Eine entsprechende Frage des norwegischen Senders NRK bejahte die 45-Jährige, die den Weltverband bereits in der Vergangenheit immer wieder kritisiert hatte.

Kritik an Vergabe an Trump und fehlender Grundlage

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte den Preis bei der WM-Auslosung im Dezember erstmals verliehen – an US-Präsident Donald Trump. Dies hatte viel Kritik hervorgerufen.

US-Präsident Donald Trump legt eine Medaille an, als er von FIFA-Präsident Gianni Infantino den FIFA-Friedenspreis entgegennimmt. Anlass war die Auslosung der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfand. ©APA/AFP/POOL/STEPHANIE SCARBROUGH

"Es geht darum, dass die FIFA durch ihren Präsidenten gegen die Regeln der politischen Neutralität verstoßen hat, indem sie diesen Friedenspreis verliehen hat. Wir bitten die Ethikkommission, dies zu prüfen", erklärte Klaveness.

Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness, spricht nach dem 47. UEFA-Kongress (2023) mit Journalisten. ©APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA

"Wir kritisieren die Einführung dieser Auszeichnung. Sie hatte keine Grundlage im FIFA-Kongress", sagte die Norwegerin. "Sie ist nicht legitim und liegt eindeutig außerhalb des FIFA-Mandats. Es ist bedenklich, dass eine politische Auszeichnung ohne jegliche Grundlage eingeführt wird."

Der norwegische Verband unterstützt eine entsprechende Beschwerde der britischen Menschenrechtsorganisation FairSquare gegen Infantino. FairSquare hatte bereits im Dezember einen Beschwerdebrief an die FIFA geschickt, als Antwort laut FairSquare-Chef Nick McGeehan aber lediglich eine Eingangsbestätigung erhalten.

(APA/dpa)

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