ÖFB-Teamchef Foda tritt zurück!

Äre Foda endet nach 5 Jahren
Äre Foda endet nach 5 Jahren ©APA
Franco Foda wird am Dienstag gegen Schottland sein letztes Länderspiel als österreichischer Fußball-Teamchef absolvieren.

Diese Entscheidung gab der Deutsche am Montag in einer ÖFB-Pressekonferenz bekannt. Sein Vertrag beim ÖFB wäre mit Monatsende abgelaufen. Die Möglichkeit einer Verlängerung hatte die Verbandsspitze trotz des Aus im WM-Play-off in Wales (1:2) zuletzt nicht gänzlich ausgeschlossen.

"Wir haben uns nicht für die WM qualifiziert. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung", betonte Foda. Seine Trainertätigkeit sei damit nach dem Schottland-Spiel beendet. Seine laut eigenen Angaben am Sonntag getroffene Entscheidung hatte Foda bereits am Montagvormittag der Mannschaft mitgeteilt. "Ich war mit voller Ehre und großem Stolz Nationaltrainer", betonte der 55-Jährige. Das Amt hatte er seit November 2017 ausgeübt.

Gute Bilanz, aber keine WM

Foda kann auf eine gute Bilanz verweisen - auch wenn von sieben Pflichtspielen gegen in der Weltrangliste besser platzierte Teams sechs verloren und keines gewonnen wurde.

Wien. In absoluten Zahlen hat Foda 27 seiner bisherigen 47 Spiele als Teamchef gewonnen. Nur "Wunderteam"-Trainer Hugo Meisl hat mehr Siege eingefahren, nämlich 71. Beim Punkteschnitt - hochgerechnet auf die aktuell gültige Dreipunkteregel - liegt Foda mit Meisl sogar gleichauf auf Platz zwei im ÖFB-Ranking. Auf einen besseren Schnitt als die 1,83 Zähler pro Partie kam bisher nur der von 1978 bis 1981 amtierende Karl Stotz mit 1,88.

Mehr als 48 Partien als ÖFB-Teamchef haben bisher nur vier Trainer absolviert, neben Meisl (133) auch Josef Hickersberger (56), Fodas Vorgänger Marcel Koller (54) und Herbert Prohaska (51). Mit dem Schottland-Spiel stellt der 55-Jährige die Marke von Leopold Stastny (48) ein.

Foda hat mit dem ÖFB-Team im vergangenen Sommer Historisches geschafft, nämlich den ersten Sieg einer österreichischen Mannschaft bei einer EM-Endrunde (3:1 gegen Nordmazedonien) und nach einem weiteren Sieg (1:0 gegen die Ukraine) den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale. Nach starker Leistung mussten sich Alaba und Co. dort dem späteren Europameister Italien erst nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben.

Das nächste große Ziel, Österreich als erster Trainer nach einer EM auch zu einer WM zu führen, hat Foda allerdings verpasst. Auf eine Teilnahme am Weltturnier wartet Österreich bereits seit 1998 vergeblich.

(APA)

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