ÖSV-Nachwuchshoffnung Zegg verletzt: Diagnose noch offen
Eine Verletzung ist wahrscheinlich, die genaue Diagnose steht noch aus. Was für ein Moment – und was für bange Sekunden danach.
Leonie Zegg, eine der großen Nachwuchshoffnungen im ÖSV, ging am Samstag in Val di Fassa mit Startnummer 33 in die zweite Weltcup-Abfahrt innerhalb von 24 Stunden. Die 21-jährige Vorarlbergerin wollte ihre Chance nutzen. Doch am Ende stand kein Ergebnis, sondern die Sorge um ihr linkes Knie.
Heikler Zielsprung
Über den weiten Zielsprung kam Zegg in Rücklage. Bei der Landung wurde sie tief nach hinten gedrückt, die Knie stark nach hinten abgebogen. Es war einer dieser Augenblicke, in denen alles in Sekundenbruchteilen passiert – und man im ersten Moment nur hofft, dass die Athletin auf den Skiern bleibt.
Zegg blieb stehen. Sie verhinderte einen Sturz und rettete sich ins Ziel. Doch schon beim Abschwingen war klar: Hier stimmt etwas nicht.
Schmerzen sofort sichtbar
Als die Cousine von ÖSV-Topläuferin Nina Ortlieb im Zielraum zum Stillstand kam, griff sie sich umgehend ans linke Knie. In der Live-Übertragung waren sogar Schmerzensschreie zu hören. Bilder, die niemand sehen will – weder im ÖSV-Team noch in Vorarlberg, wo man die Entwicklung der jungen Speedfahrerin aufmerksam verfolgt.
Zegg wurde unmittelbar vom ÖSV-Teamarzt betreut. Noch vor Ort begannen die ersten Untersuchungen.
Diagnose steht noch aus
Nach ersten Informationen deutet vieles auf eine Knieverletzung hin. Wie schwer diese tatsächlich ist, war zunächst unklar. Eine genaue Diagnose soll nach weiteren medizinischen Abklärungen erfolgen.
Für Zegg wäre eine längere Pause besonders bitter. Die 21-Jährige gilt als großes Talent im österreichischen Speed-Team und hatte sich zuletzt Schritt für Schritt im Weltcup etabliert.
Nun heißt es abwarten. Und hoffen, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen.
(VOL.AT)