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Olympia-Eklat um Tschofenig: Norwegen spricht von Betrug

Nach der Disqualifikation von Daniel Tschofenig bei den Olympischen Spielen geraten die österreichischen Skispringer ins Visier norwegischer Kritik. Ex-Springer Johan Remen Evensen spricht von "vorsätzlichem Betrug". Auslöser ist ein Regelverstoß bei der Schuhgröße.

Daniel Tschofenig war auf der Großschanze nach einem achten Rang im ersten Durchgang vor dem Finale disqualifiziert worden. Laut Jury überschritten seine Schuhe die erlaubte Größe um vier Millimeter.

Der Kärntner nahm die Entscheidung an und verzichtete auf einen Protest. "Das ist extrem blöd von mir. Regeln sind Regeln", erklärte der amtierende Gesamtweltcupsieger.

Kritik aus Norwegen

Für scharfe Worte sorgte der ehemalige norwegische Skispringer Johan Remen Evensen. Rund ein Jahr nach dem Manipulationsskandal um Norwegens Team bei der Nordischen Ski-WM 2025 meldete sich der 40-Jährige im "Dagbladet" zu Wort. "Es ist offensichtlich, dass die Österreicher verzweifelt sind und alle Register ziehen", sagte Evensen.

Den Vorfall um Tschofenig will er nicht als bloßes Versehen gelten lassen. "Das ist vorsätzlicher Betrug", so der Ex-Springer.

Evensen war bis 2012 selbst aktiv. 2025 hatte er öffentlich eingeräumt, in seiner Karriere betrogen zu haben. Bei der Nordischen Ski-WM 2025 hatten die Norweger Marius Lindvik und Andre Forfang mit manipulierten Anzügen einen Skandal ausgelöst.

Ob sich die Diskussion nun weiter zuspitzt, bleibt offen. Offizielle Reaktionen des ÖSV auf die jüngsten Vorwürfe lagen zunächst nicht vor.

(VOL.AT)

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