Oper, Trubel und Sommerflair: So erleben Vorarlberger die Festspielzeit
Die Bregenzer Festspiele begeistern jedes Jahr Tausende Besucher. Doch wie blicken jene auf die Festspielzeit, die sie Jahr für Jahr miterleben? VOL.AT hat sich bei Vorarlbergern umgehört.
"Es ist einfach wunderbar"
Für Gabi Mangold aus Hörbranz sind die Festspiele jedes Jahr ein Fixpunkt. Sie wird auch heuer wieder eine Vorstellung besuchen. "Eine Bereicherung für die ganze Gegend", meint sie. "Es ist einfach unglaublich, dass wir das am See erleben dürfen. Es ist wunderbar."
Auch das neue Bühnenbild für La Traviata überzeugt sie. "Traumhaft, wie jedes Jahr eigentlich. Spektakulär." Dass während der Festspielzeit Gäste aus aller Welt nach Bregenz kommen, freut sie ebenfalls. "Ich hoffe, die Geschäfte sind voll, die Lokale sind voll. Es belebt die Stadt. Das ist eine große Bereicherung."
Stolz auf die Seebühne
Walter Hinteregger aus Hard kommt während der Festspielzeit regelmäßig nach Bregenz. Zur Seebühne meint er: "Ich schaue sie jedes Jahr an." Besonders das heurige Bühnenbild gefällt ihm. "Das ist brutal mit dem Spiegel. Das ist also sensationell schön."
Mit den diesjährigen Festspielen verbindet ihn zudem ein persönlicher Bezug: Seine Tochter war am Bühnenbild beteiligt. Sie wird gemeinsam mit seiner Frau die Eröffnung besuchen. Er selbst besucht keine Vorstellungen.
Vorfreude auf die Generalprobe
Auch Renate Heiler aus Bregenz freut sich bereits auf ihren Festspielbesuch. Sie hat Karten für die Generalprobe bekommen. "Ich bin sehr froh darüber und freue mich auf eine tolle Vorführung." Wie gefällt ihr der zerbrochene Spiegel als Bühnenbild? "Ich habe es kurz angeschaut, finde es fantastisch und bin gespannt auf die Inszenierung."
Wenn in Bregenz besonders viel los sei, weiche sie lieber auf ruhigere Plätze aus. "Den ganzen Trubel brauche ich definitiv nicht." Dann gehe sie lieber nach Hard oder suche sich einen ruhigen Platz am Bodensee.
Blick hinter die Kulissen
Wolfgang Riedmann aus Dornbirn kennt die Festspiele sogar von innen. Er war bereits als Statist mit dabei und interessiert sich daher auch für die Bühnentechnik. "Es ist ein Erlebnis auf alle Fälle."
Ob er eine Aufführung besucht, hänge vom jeweiligen Stück ab. Auf La Traviata freue er sich heuer aber besonders. "Mir gefällt auch die Bühnentechnik, weil ich sie von innen kenne", erklärt er. "Ich bin gespannt, wie es inszeniert worden ist."
Auch abseits der Kamera
Eine Dame aus Bregenz erklärt, dass die Festspiele für sie selbstverständlich zum Sommer gehören. Heute könne sie aus gesundheitlichen Gründen keine mehrstündigen Aufführungen mehr besuchen oder lange als Zaungästin stehen. Die Eröffnung wolle sie im Livestream verfolgen, auch eine Aufzeichnung von La Traviata will sie sich ansehen.
Eine junge Bregenzerin berichtet, dass sie während der Festspielzeit in der Gastronomie arbeitet. Sie erlebt die Saison immer dann mit, wenn Festspielgäste ins Lokal kommen.
Auch ein Paar, das in der Innenstadt unterwegs war, erzählt, für sie gehören die Festspiele einfach zum Sommer dazu. "Leider haben wir heuer keine Karten bekommen."
Früher habe sie die Festspiele regelmäßig besucht, erklärt eine Bregenzerin. Heute seien ihr die Menschenmengen zu groß. Trotzdem beobachte sie gerne, wie sich das Bühnenbild verändere. Die elegant gekleideten Festspielgäste gehören für sie zum besonderen Flair – inzwischen kämen viele Besucher deutlich legerer.
(VOL.AT)