Osterchaos droht: Streiks legen Spaniens Flughäfen lahm
Besonders brisant: Der Ausstand fällt in eine der reisestärksten Zeiten des Jahres. Gleichzeitig tritt der Sommerflugplan 2026 in Kraft – mehr Flüge, mehr Passagiere, mehr Druck auf die Abläufe.
Konkrete Streiktermine
Die beiden Unternehmen verfolgen unterschiedliche Streikpläne:
- Menzies: 28. und 29. März sowie 2. bis 6. April – jeweils ganztägig
- Groundforce: ab 27. März unbefristet, jeweils montags, mittwochs und freitags in mehreren Zeitfenstern (5.00 – 7.00 Uhr, 11.00 – 17.00 Uhr, 22.00 – 24.00 Uhr)
Damit fällt ein Großteil der Maßnahmen direkt in die Osterwoche.
Diese Flughäfen sind betroffen
Die Auswirkungen dürften nahezu landesweit spürbar sein. Menzies und Groundforce sind an den meisten großen Flughäfen tätig, darunter:
Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca, Ibiza, Málaga, Alicante, Valencia sowie zahlreiche Airports auf den Kanaren wie Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote.
Für Urlauber aus Österreich besonders relevant: Verbindungen in klassische Feriendestinationen wie Mallorca, Ibiza oder die Kanaren könnten empfindlich gestört werden.
Welche Airlines betroffen sind
Die Streiks treffen vor allem Airlines, die auf externe Bodenabfertiger angewiesen sind:
- Menzies arbeitet u. a. für EasyJet, Norwegian, Transavia und Wizz Air
- Groundforce betreut unter anderem Lufthansa, Air Europa und Air Baltic
Eine Ausnahme bildet Ryanair: Die Airline nutzt in Spanien mit "Azul" eine eigene Abfertigung und ist daher nicht direkt betroffen. Verzögerungen im Gesamtbetrieb sind dennoch möglich.
Was konkret ausfallen kann
Im Fokus stehen zentrale Abläufe am Boden:
- Gepäckabfertigung
- Boarding
- Be- und Entladen der Flugzeuge
Das kann zu längeren Wartezeiten, Verspätungen oder im Einzelfall auch zu Flugausfällen führen.
Warum gestreikt wird
Hintergrund des Arbeitskampfes sind Forderungen der Gewerkschaften nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen. Die Gespräche mit den Unternehmen blieben zuletzt ohne Ergebnis.
Wie stark die Auswirkungen wirklich sind
Trotz der angespannten Lage rechnen Experten nicht mit einem völligen Stillstand. In Spanien gelten gesetzlich vorgeschriebene Mindestdienste. Das bedeutet: Ein Teil des Personals muss weiterarbeiten, um den Betrieb zumindest eingeschränkt aufrechtzuerhalten.
Dennoch bleibt die Unsicherheit – gerade an stark frequentierten Reisetagen.
Was Reisende jetzt tun sollten
Reisenden wird geraten:
- Flugstatus regelmäßig zu prüfen
- Hinweise der Airlines genau zu verfolgen
- mehr Zeit am Flughafen einzuplanen
Wer flexibel ist, sollte auch alternative Verbindungen im Blick behalten.
(VOL.AT)