Pfändertunnel-Sanierung geht weiter - An diesen Tagen wird gesperrt
Der Pfändertunnel ist eine der zentralen Verkehrsachsen Vorarlbergs. Tag für Tag rollt der Verkehr durch die beiden jeweils 6,7 Kilometer langen Röhren der A14 Rheintal/Walgau. Seit März 2025 wird dort umfassend in die Technik investiert – nicht sichtbar für viele, aber entscheidend für die Sicherheit.
Die ASFINAG erneuert schrittweise die gesamte Betriebs- und Sicherheitstechnik. Dazu zählen Lüftungsanlagen, Videoüberwachung, Funktechnik sowie moderne Systeme zur Branderkennung. Sämtliche Einrichtungen werden auf den neuesten Stand gebracht, um das Sicherheitsniveau im Tunnel weiter anzuheben.
Die Bauzeit beträgt insgesamt zwei Jahre: 2025 wurde die Weströhre saniert, 2026 folgt die Oströhre.
Nachtsperren 2026 – fünf Tage ganztägig gesperrt
Im ersten Baujahr kam es zeitweise auch tagsüber zu Sperren einzelner Tunnelröhren. Für 2026 wurden die Abläufe laut ASFINAG jedoch so optimiert, dass die Arbeiten großteils in der Nacht stattfinden – jeweils zwischen 20.00 und 5.00 Uhr. Tagsüber soll der Verkehr dadurch ungehindert fließen.
Eine Ausnahme gibt es im Oktober 2026: Für fünf Tage muss die Oströhre ganztägig geschlossen werden. Grund sind gesetzlich vorgeschriebene, umfangreiche Prüfungen der neu installierten Technik. Während sämtlicher Bauphasen bleibt jedoch mindestens ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung offen.
LED-Technik und neues Unfalldetektionssystem
Neben der Sicherheit spielt auch die Energieeffizienz eine tragende Rolle. Künftig setzt die ASFINAG im Tunnel durchgehend auf modernste LED-Technologie – bei der Beleuchtung ebenso wie bei beleuchteten Beschilderungen und digitalen Verkehrszeichen.
Gemeinsam mit der bereits bestehenden Photovoltaikanlage an den Tunnelportalen soll so der Energieverbrauch direkt am Standort nachhaltig reduziert werden.
Zusätzlich wird ein akustisches Unfalldetektionssystem installiert. Dieses erkennt ungewöhnliche Geräusche – etwa durch Kollisionen oder abrupte Bremsmanöver – und ermöglicht ein rasches Eingreifen im Ernstfall.
Weitere Bauphase zwischen Bregenz und Wolfurt-Lauterach
Parallel dazu startet am 2. März 2026 eine zweite Bauphase auf der A14: Zwischen den Anschlussstellen Bregenz und Wolfurt-Lauterach wird in einem dreispurigen Abschnitt die Fahrbahn samt Entwässerung umfassend saniert.
Bereits im Vorjahr wurden in diesem Bereich vier Brücken über die A14 generalsaniert sowie eine Fahrspur zwischensaniert. Nun folgt die grundlegende Erneuerung der restlichen Infrastruktur. Die Arbeiten sollen planmäßig bis Mitte Juli 2026 abgeschlossen sein.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer besonders wichtig: Trotz der Bauarbeiten bleiben auf der A14 grundsätzlich jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung offen.
Die ASFINAG investiert in diesen Abschnitt zusätzlich rund 13 Millionen Euro, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.
Die Eckdaten im Überblick
- Gesamtlänge Pfändertunnel: 6,7 Kilometer je Röhre
- Investition Pfändertunnel: rund 34 Millionen Euro
- Baubeginn: März 2025
- Geplante Fertigstellung: Ende Oktober 2026
Sanierung Bregenz – Wolfurt-Lauterach: ab 2. März 2026
- Geplantes Bauende: Mitte Juli 2026
- Investition: rund 13 Millionen Euro
Mit den Investitionen von insgesamt 47 Millionen Euro entlang der A14 setzt die ASFINAG auf mehr Sicherheit, moderne Technik und eine nachhaltigere Infrastruktur – bei laufendem Verkehr.
(VOL.AT)