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Plötzlich landete ein Euter mitten in Bregenz – das steckt dahinter

Dennis Strobel (VOL.AT) dennis.strobel@russmedia.com
Strobel/Köchele/VOL.AT

Ein riesiger Heißluftballon in Form eines Euters ist am Donnerstagabend in der Josef-Huter-Straße in Bregenz gelandet. Warum mitten in der Stadt und was dahinter steckt, hat VOL.AT in Erfahrung gebracht.

Dass ein Heißluftballon mitten in Bregenz landet, erlebt man nicht alle Tage. Entsprechend groß war das Interesse der VOL.AT-Leser: Zahlreiche Fotos und Videos erreichten die Redaktion. Um herauszufinden, warum der Ballon ausgerechnet dort aufsetzte und ob alles seine Richtigkeit hatte, setzte sich VOL.AT mit den Verantwortlichen in Verbindung.

Keine Notlandung

Wer die Bilder sieht, könnte rasch an eine Notlandung denken. Doch genau das war laut Barbara Husar, Initiatorin des Kunstprojekts, das hinter dem Ballon steckt, nicht der Fall. Im Gespräch mit VOL.AT erklärt sie, wie es zu der außergewöhnlichen Landung kam und weshalb der Ballon ausgerechnet in Bregenz aufsetzte.

Gestartet wurde der Ballon in der Harder Bucht von einem goldenen Kunstschiff. Von dort trieb er mit dem Wind über den Bodensee nach Bregenz. "Einen Heißluftballon kann man nicht steuern", erklärt Husar. Wo gelandet werde, entscheide sich erst während der Fahrt. Die nahezu windstillen Bedingungen hätten am Donnerstag eine sichere Landung auf kleiner Fläche ermöglicht.

Der Ballon startete von einem goldenen Schiff auf dem Bodensee. ©Gleixner/VOL.AT
Gelandet wurde dann in Bregenz in der Josef-Huter-Straße, auf engstem Raum. ©Köchele/VOL.AT

Landung war völlig legal

Dass der Ballon ausgerechnet mitten in Bregenz landete, war laut Barbara Husar kein außergewöhnlicher Zwischenfall. "Man kann das nicht so genau planen, wo man landet. Einen Heißluftballon kann man nicht steuern", erklärt sie. Bei nahezu windstillen Bedingungen könne auch auf kleiner Fläche sicher gelandet werden.

Diese Einschätzung bestätigt auch Eugen Nußbaumer von ballooning.at. Der erfahrene Ballonfahrer erklärt gegenüber VOL.AT, dass Heißluftballone grundsätzlich auch außerhalb von Flugplätzen landen dürfen. Da sie nicht steuerbar seien, suche der Pilot während der Fahrt einen geeigneten Landeplatz. Eine Notlage sei dafür nicht erforderlich. "Das ist völlig legal, ein Ballon darf grundsätzlich überall landen", so Nußbaumer.

Kunstprojekt mit Botschaft

Der Euter-Ballon ist Teil eines Kunstprojekts von Barbara Husar. Das Kunstwerk soll als Symbol für einen Wertewandel im Umgang mit natürlichen Ressourcen verstanden werden. Die Fahrt über den Bodensee war laut Husar ihre bislang aufwendigste Aktion. Weitere sogenannte "Euterhebungen" sollen folgen. Bereits am Freitag, den 03.07.2026, soll der Euterballon erneut vom Bodensee aus starten.

Der Ballon kurz nach dem Start vom goldenen Schiff … ©Grasser/VOL.AT
… eine Kulturinitiative, die den Zugang zu Kunst erleichtern und anders erlebbar machen soll. ©Grasser/VOL.AT

(VOL.AT)

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